Frische Ideen in drei tagen umngesetzt

„Hello World“-Workshop : Nicht nur Roboter faszinieren junge Tüftler

Einen eigenen Roboter bauen, das Haus der Zukunft gestalten, ein eigenes Projekt konstruieren und ganz nebenbei einen Blick in die Welt der Informatik, Elektronik und Robotik werfen: das alles bot ein Workshop namens „Hello World“ für rund 30 Kinder und Jugendliche.

Dazu trafen sich die Teilnehmer in der Stadtbücherei und im „Kijuze“, dem Jugendzentrum St. Peter und Paul, um eigene Spiele zu programmieren oder kleine Roboter oder Fahrzeuge zu bauen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Jugendzentrum und der Stadtbücherei kam dabei eher zufällig zustande: denn beide Institutionen hatten bei „Hello World“ in Köln innerhalb von zwei Tagen Interesse angemeldet, so dass die Veranstaltung kurzerhand an beiden Standorten kooperativ geplant werden konnte.

So fanden die ersten beiden Termine des dreitägigen Workshops in der Stadtbücherei statt. Er endete er nun mit einer Präsentation der Ergebnisse im Jugendzentrum, zu der sich viele Verwandte und Freunde der jungen Teilnehmer eingefunden hatten. Und diese staunten nicht schlecht über das, was die Jugendlichen in drei Tagen alles auf die Beine gestellt hatten.

So hatte eine Gruppe ein Spiel programmiert, welches ihre Nutzer zum Thema „Müllbeseitigung“ sensibilisieren sollte. Eine weitere Gruppe hatte sich des Themas „Mobbing in Schulen“ angenommen, in der der Spieler die Rolle eines gemobbten Schülers übernimmt, und im Textadventure-Stil durch verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten („Ich spreche mit dem Lehrer über mein Problem“ oder „Ich tue nichts“) zu einer Lösung gelangen kann.

Andere Teilnehmer hatten sich mit dem Bau und der anschließenden Programmierung kleiner Roboter beschäftigt, die vor allem im Haushalt Aufgaben übernehmen könnten, wie beispielsweise eine kleine selbstfahrende Kehrmaschine, die eigenständig Hindernisse umfahren kann.

Das Publikum zeigte sich begeistert ob der Ergebnisse und applaudierte den Jugendlichen am Ende lautstark. Auch Michaelle Schmülling-Kosel, Leiterin der Stadtbücherei, sowie Tanja Pelinski, Leiterin des Jugendzentrums St. Peter und Paul zeigten sich vom Workshop und den Ergebnissen begeistert. „Die Jugendlichen lernen während des Workshops, dass sie, wenn sie mit Technik nur ein wenig umgehen können, sie auch solche Prozesse konstruieren können“, erklärte Christian Rall von der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW, die für das „Hello World“-Projekt verantwortlich zeichnet. Mehr Informationen zu „Hello World“ sind im Internet unter www. jugendmedienkultur-nrw.de abrufbar.

(tim)
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