Fotokünstler Thomas Kellner stellt in Eschweiler aus

Ausstellung : „Tango Metropolis“ in der städtischen Kunstsammlung

Eine außergewöhnliche Ausstellung fotografischer Arbeiten wurde am Sonntag im Eschweiler Kunstverein eröffnet: Tango Metropolis. Der deutsche Fotokünstler Thomas Kellner ist bekannt für seine Bilder von scheinbar tanzender Architektur weltweiter Sehenswürdigkeiten.

Die Arbeit Kellners ist einzigartig auf Grund seiner künstlerischen Methode: die Visuelle Analytische Synthese.

In seiner Einführungsrede deckte Dr. Dirk Tölke die Entstehung der Fotoarbeiten grundlegend auf. Thomas Kellners Werke imitieren das Wandern des Auges, welches Segmente des Ganzen zeigt, die zusammengeführt werden zu einem Bild. Staunend steht der Betrachter vor seinem Werk, für das er mitunter mehrere hundert Mal klick macht. Gekonnt ausgewählt ist sein Standpunkt der Betrachtung, viele geplante Bilder führt er zu einem, in Form von Kontaktbögen, zusammen.

Seine Arbeit wird häufig dem Kubismus zugeordnet, da sein kreativer Prozess Konstruktion beinhaltet, das fertige Werk aber eher der Dekonstruktion gleicht. Seine Bilder dekonstruieren aber nicht die Architektur, sondern rekonstruieren unseren Blick auf sie.

Die Ausstellung Tango Metropolis von Thomas Kellner ist bis einschließlich Sonntag, 10. Februar, in der städtischen Kunstsammlung im Kulturzentrum Eschweiler Talbahnhof zu sehen, Öffnungszeiten: samstags und sonntags jeweils von 15-18 Uhr.

Zu empfehlen die Finissage am 10. Februar ab 16 Uhr – im Dialog mit dem Künstler, Thomas Kellner im Gespräch mit Ralf Walraff.

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