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Eschweiler: Fotografen zeigen stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Aufnahmen

Eschweiler : Fotografen zeigen stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Aufnahmen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dieses Sprichwort dürfte den meisten bekannt sein und vor allem für Gerd Boshof, Eckhard Pelky und Marcus Raschke hat es eine besondere Bedeutung. Denn die drei Männer sind Fotografen aus Leidenschaft.

Im letzten Jahr gründeten sie das Team „Lichtwerke Eschweiler“ und initiierten ihre erste gemeinsame Foto-Ausstellung. Nach der fulminanten Premiere haben die Künstler in diesem Jahr nachgelegt.

Unter dem Motto „Schwarz-Weiß-Fotografie“ haben die Bildermacher fleißig Motive festgehalten und ihre besten Werke präsentieren sie nun im Städtischen Seniorenzentrum Marienstraße 7. Bei einer Vernissage wurde die Ausstellung feierlich eröffnet.

In ganz besonderem Licht

Das ließen sich Kunstbegeisterte sowie Heimatverbundene nicht entgehen, da es zahlreiche Aufnahmen aus Eschweiler und Umgebung zu bestaunen gab. „Die Ausstellung ist eine Hommage an Eschweiler. Die Stadt beheimatet nicht nur zwei von uns, sondern sie hat uns die Möglichkeit gegeben bereits zum wiederholten Male hier unsere Werke zu präsentieren.“, erklärte Fotograf Gerd Boshof. Boshof setzte seine Heimat in ein ganz besonderes Licht. Er verwendete 20 Jahre alte Analogfotos.

Diese wurden mit einem Infrarotfilter aufgenommen. Mit diesem Filter wirken die Bilder nicht nur farblos, sondern auch weichgezeichnet und gemäldeartig. Besonders die Weichzeichnung hebt seinen künstlerischen Stil hervor und kreiert eine spannende Atmosphäre. Der Künstler zeigt Motive wie etwa das Kloster St. Jöris, Nothberg, den Primus-Palast und Haus Paland. Durch das Fehlen der Farbe wirken die Fotos ausdrucksstark und mystisch. Es sieht nicht nur so aus, als wären es Aufnahmen einer längst vergangenen Zeit, sondern sie sind es.

Im Gegensatz zu Boshof, liegt Marcus Raschkes Schwerpunkt auf dem Darstellen des Ist-Zustands. Alle seine Fotos sind in diesem Jahr entstanden. Dabei war die Wahl des Themas Schwarz-Weiß wohl genau die richtige. Jedes Foto enthält seine eigene Dramatik.

Helles Weiß und sattes Schwarz

Vom hellen Weiß, über zahlreiche Grautöne bis hin zu sattem Schwarz. Diese Farbpallette schafft es, einem Foto eine ganz neue Aussage zu verpassen und es auf das Gröbste herunterzubrechen. Das ist es auch, was Raschke liebt: „Die Schwarz-Weiß-Fotografie ist die Beschränkung aus das Wesentliche im Bild.“ Exakt das ist ihm mit seinen Fotos gelungen.

Und auch der Dritte im Bunde weiß genau, was er mit seinen Bildern aussagen möchte. Fotograf Eckhard Pelky gelingt es, dass seine Werke eine eigene Sprache sprechen. Sie sind stimmungsvoll und dynamisch. Auch er nutzte die analoge Fotografie sowie Infrarotfilter. Pelkys Fotos sind teilweise Auftragsarbeiten und stammen aus den Jahren 1994 und 1995. Das Bild „Kaafsack am Brunnen“ diente als Vorlage für den Kaafsack-Brunnen in Dürwiß. Der Brunnen wurde wiederum auch für diese Ausstellung fotografiert.

Die einstige Villa Faensen, besser bekannt als das Städtische Seniorenzentrum, ist auch in diesem Jahr der Ausstellungsort für „Lichtwerke Eschweiler“. Denn die drei Künstler gehören zum Team der Ehrenämtler, die das schmucke Haus immer weiter für die Bürgerinnen und Bürger öffnen wollen. „Damit die Wandlung zur Begegnungsstätte für Menschen jeden Alters gelingt, wird die ehemalige Villa unter anderem für Ausstellungen genutzt.“, erzählte Cem Gökce, Quartiersentwicklung der Stadt Eschweiler. Wenn die Geschichte des Anwesens bedacht wird, ist es der ideale Ort. Immerhin beherbergte das Obergeschoss der Villa Faensen früher einmal die städtische Kunstsammlung.

Im Lauf dernächsten Monate

Wer sich nun selbst von den starken Schwarz-Weiß-Fotografien überzeugen möchte, kann dies im Lauf der nächsten Monate parallel zu den Öffnungszeiten des Seniorenzentrums tun. Die Zeiten im Überblick: montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.