Fortuna Weisweiler gewinnt Hallenstadtmeisterschaft in Eschweiler

Weisweiler erneut Stadtmeister : Fortuna ist Glück auch in der Halle hold

Vier Mal in den zurückliegenden fünf Jahren schaffte Fortuna Weisweiler den Sprung in das Endspiel der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft.

Am Sonntagabend gelang dem Ausrichter der 29. Ausgabe der von der Sparkasse veranstalteten Titelkämpfe nun nach 2014 der zweite Triumph. Im Finale besiegten die Fortunen den Eschweiler FV mit 3:1.

Sascha Jesse nutzte in der siebten Minute eine Überzahlsituation und brachte den A-Ligisten mit 1:0 in Führung. Der EFV, der die Fortuna in der Vorrunde bezwungen hatte, zeigte sich nicht geschockt. Eine Minute nach dem Gegentor gab Tim Johnen der Weisweiler Verteidigung das Nachsehen und glich zum 1:1 aus. Der wohl entscheidende Moment des Endspiels folgte dann 25 Sekunden vor der Halbzeit, als Rudi da Silva zur Stelle war und das 2:1 für Weisweiler markierte. Nach dem Seitenwechsel verstanden es die Fortunen, den EFV vom eigenen Tor fernzuhalten. Dennis Bündgens war es schließlich vorbehalten, das Spiel 64 Sekunden vor dem Ende mit dem 3:1 zu entscheiden.

In der Vorschlussrunde hatte die Elf vom Wetterschacht den starken Gesamteindruck, die die von Sascha Herzog trainierte Mannschaft an beiden Turniertagen in der Halle des Berufskollegs hinterließ, mit einem 7:3 über die Überraschungsmannschaft Falke Bergrath bestätigt. Zwar schossen Fabian Reisgen und Yanik Wiese die Falken mit 1:0 und 2:1 in Front, doch Eugen Klassen und der spätere Torschützenkönig (elf Treffer) Pascal Cremer glichen vor der Halbzeit jeweils aus. Nach dem Seitenwechsel war zunächst erneut Pascal Cremer per Neunmeter erfolgreich, bevor Marcel Schrenk per Schuss in den Winkel und Tim Johnen den EFV vorentscheidend auf Finalkurs schossen. Sven Wilheln verkürzte für Bergrath auf 3:5, Marco Jumpertz und Pascal Cremer zum Dritten erhöhten auf 7:3 für den Eschweiler FV. Das zweite Halbfinale entschied Fortuna Weisweiler mit einem ungefährdeten 4:0-Sieg über den Titelverteidiger SC Berger Preuß für sich. Sascha Jesse eröffnete den Torreigen bereits nach 23 Sekunden, Alex Weber erhöhte in Minute vier auf 2:0. Im zweiten Abschnitt trugen sich Dennis Bündgens und Rudi da Silva in die Torschützenliste ein.

In der Gruppenphase der Endrunde war es zuvor durchaus eng zugegangen: Während die beiden späteren Finalisten problemlos in die Vorschlussrunde einzogen und der SCB Laurenzberg sowie die Sportfreunde Hehlrath ohne Punktgewinne blieben, lieferten sich Rhenania Lohn und Titelverteidiger SC Berger Preuß in der Gruppe A sowie Falke Bergrath und der SV St. Jöris in der Gruppe B Kopf-an-Kopf-Rennen, die erst mit den direkten Duellen während der letzten Runde der Gruppenspiele entschieden wurden. Die Berger Preußen setzten sich mit 3:1 durch und zogen noch an Lohn vorbei, den Falken reichte ein 1:1-Remis, um den SV, der nach seiner starken Vorrunde am Sonntag nicht recht in Tritt kam, auf Distanz zu halten.

Lieferten sich ein ansehnliches Duell im Halbfinale: Am Ende behielt der FV (rechts) gegen Falke Bergrath die Oberhand. Foto: Andreas Röchter

Zur Vorrunde am Samstag: Insgesamt elf Hallenstadtmeistertitel gehen auf ihr Konto. Doch der Samstag zeigte die Entwicklung des Eschweiler Fußballs im generellen und der beiden Vereine im speziellen deutlich auf: Germania Dürwiß (sieben Titel) und Rhenania Eschweiler (vier Erfolge) schieden als jeweils Gruppenletzte bereits nach der Vorrunde aus. Die Rhenanen blieben in ihren ersten beiden Partien gegen Falke Bergrath (0:2) und den Eschweiler FV (0:5) ohne Torerfolg, trotzten dann dem SC Berger Preuß immerhin ein 2:2 ab, hätten jedoch im letzten Spiel der Vorrundengruppe A gegen Gastgeber Fortuna Weisweiler einen Sieg mit sechs Toren Vorsprung benötigt, um den Sprung in die Endrunde zu schaffen. Ein unmögliches Unterfangen, das vielmehr ins Gegenteil umgekehrt wurde. Nach zwölf Spielminuten stand ein 1:7 zu Buche.

Die Dürwisser Germanen gingen im Eröffnungsspiel der Vorrundengruppe B gegen Rhenania Lohn mit 1:0 in Führung, sahen danach aber nur noch wenig Land. Der 1:5-Auftaktniederlage folgten weitere Schlappen gegen den SV St. Jöris (0:6) und die Sportfreunde Hehlrath (1:8). Das „Endspiel“ um Gruppenplatz vier gegen den SCB Laurenzberg, der nach einem 2:2-Remis gegen Hehlrath vor dem Duell gegen die Germania einen Zähler auf dem Konto hatte, ging mit 2:5 verloren. Nach der Elf von der Pumpe musste somit auch Dürwiß die Segel nach der Vorrunde streichen.

Souveräne Vorstellungen zeigten in der Vorrunde vor allem der SV St. Jöris, der als einzige Mannschaft ohne Punktverlust blieb und bei seinen vier Siegen ein Torverhältnis von 18:1 erzielte, sowie der Eschweiler FV, der nach drei Siegen, darunter ein 4:1-Erfolg über Weisweiler, und einem Remis Platz eins in der Gruppe A belegte. Titelverteidiger SC Berger Preuß tat sich schwer, startete mit Niederlagen gegen Weisweiler (1:2) und den EFV (2:3) in das Turnier und kam im letzten Vorrundenspiel nicht über ein 2:2 gegen Rhenania Eschweiler hinaus. Der zwischenzeitliche 2:1-Erfolg über Falke Bergrath reichte jedoch in Sachen Endrunden-Qualifikation.

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