Wehr im Einsatz: Feuerwerkskörper fordern zwei Verletzte

Wehr im Einsatz : Feuerwerkskörper fordern zwei Verletzte

Von einem ruhigem Jahreswechsel konnte bei der Feuerwehr Eschweiler keine Rede sein. Sechs Brände forderten den Einsatz der Wehrkräfte. Der Rettungsdienst war 31 mal aktiv.

Kein einziges Mal hatte die Feuerwehr zum Jahreswechsel 2017/18 zu einem Brand ausrücken müssen. Diesmal forderten gleich sechs Feuer ihren Einsatz. Hinzu kamen 31 Einsätze des Rettungsdienstes und fünf Hilfeleistungen. Kein ruhiger Jahreswechsel für die Männer um Einsatzleiter Axel Johnen.

Bis 19.30 Uhr forderten bereits 17 (wie im Vorjahr) Einsätze im Rettungsdienst sowie fünf kleinere Ölspuren auf der Rue de Wattrelos, der Bohler Straße, der Stolberger- sowie Invalidenstraße und an der Autobahnauffahrt Eschweiler West die hauptberuflichen Kräfte und die Löschzüge Stadtmitte.

Auch in diesem Jahr standen neben den hauptberuflichen Kräften im 24-Stunden-Dienst, diverse freiwillige Kräfte im Zeitraum von 19 bis teilweise 07.30 Uhr am Neujahrsmorgen, einsatzbereit in den Gerätehäusern Kinzweiler, Weisweiler, Dürwiß, Bohl sowie in Stadtmitte zur Verfügung, um jederzeit bei Feuer- und Hilfeleistungseinsätzen sofort mit der Hauptwache ausrücken zu können. Dies erhöht die Schlagkraft der Eschweiler Wehr, in der meist einsatzreichsten Nacht des Jahres, erheblich.

In den Abendstunden waren nur Rettungsdiensteinsätze zu verzeichnen, wobei zwei Eschweiler Rettungswagen bei einem Dachstuhlbrand in der Nachbarstadt Stolberg aushalfen, weil dort zusätzliche Rettungsmittel benötigt wurden.

Gegen Mitternacht waren – bis auf eine Rettungswagenbesatzung – alle Eschweiler Feuerwehrkräfte an ihren Standorten und begrüßten mit alkoholfreien Getränken das neue Jahr. An diesem Silvester wurden die hauptamtlichen Kollegen durch insgesamt 50 freiwillige Kameradinnen und Kameraden in den verschiedenen Gerätehäusern unterstützt.

Um 0.04 Uhr wurde dann der erste Einsatz der Feuerwehr Eschweiler im Jahr 2019 eröffnet. In der Rosenallee erlitt eine 28-jährige Frau eine Handverletzung durch Feuerwerkskörper und musste durch einen Rettungswagen ins Krankenhaus Eschweiler transportiert werden. Um 0.22 Uhr musste ebenfalls eine 18-jährige Frau in Weisweiler mit einer Knallkörperverletzung zum Klinikum Aachen gebracht werden.

Parallel zu diesem Unfall lief eine Brandmeldung aus einem Gebäude an der Grachtstraße ein, zu dem Kräfte der Feuerwache sowie der Löschzüge Stadtmitte und Dürwiß ausrückten. Grund war hier eine starke Rauchentwicklung aufgrund von angebranntem Essen. Hier musste die Wohnung nur quergelüftet werden.

Bereits um 0.27 Uhr meldeten Anwohner der Kochsgasse einen Brand auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses, bei dem Einsatzkräfte aus Kinzweiler und Dürwiß zum Einsatz kamen. Mit Hilfe eines Kleinlöschgerätes konnten die Flammen sehr schnell gelöscht und größerer Schaden vermieden werden.

Um 0.40 Uhr und 0.57 Uhr wurden die Kinzweiler Einsatzkräfte zu Kleinfeuern in der Kirch- sowie Kambachstraße entsandt, die ohne große Mühe abgelöscht werden konnten.

Die Polizei meldete um 2.16 Uhr den Brand einer Hecke im Hochbrückerweg, zu dem die Hauptwache und der Löschzug Kinzweiler – der sich noch bis 07.30 Uhr in Bereitschaft befand – ausrückten. Vor Eintreffen der Feuerwehr hatten die Polizeikräfte das Feuer jedoch bereits selber abgelöscht.

Bis zum Schichtwechsel um 07.30 Uhr waren dann nur noch vereinzelte Rettungswagenein-sätze zu verzeichnen.

Axel Johnens Fazit der Silvesterschicht: Im Vergleich zum letzten Jahreswechsel sind die Einsatzzahlen im Rettungsdienst leicht zurückgegangen, allerdings im feuerwehrtechnischen Bereich (Brände / Hilfeleistungen) wieder angestiegen. Leider wurden erneut zwei Personen durch Feuerwerkskörper verletzt. Allerdings kam es bei den Feuereinsätzen nur zu geringen Sachschäden.

Bei den Einsatzfahrten kurz nach Mitternacht wurden leider erneut die Besatzungen durch „Feuerwerksabschussbatterien“ mitten auf den Straßen behindert bzw. gefährdet.