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Eschweiler: Fernuni erfüllt Bedürfnisse von morgen

Eschweiler : Fernuni erfüllt Bedürfnisse von morgen

Man kann es nicht oft genug sagen: Eschweiler ist Universitäts-Stadt. Und die wenigsten wissen es. Immerhin 727 Studenten zählt das Studienzentrum Eschweiler der Fernuniversität Hagen zurzeit.

Viele von ihnen sind Wirtschaftswissenschaftler, so wie die drei Absolventen, die am Dienstag im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Fernuni-Domizil Eichendorffstraße geehrt wurden. Birgit Kolewa und Dieter Müller aus Eschweiler sowie der frisch gebackene Diplom-Sportökonom Volker Pieck aus Aachen zählten zu denen, die sich vor einigen Jahren für ein Fernstudium entschieden und es nun zu einem erfolgreichen Abschluss brachten.

Erfreut über die Tatsache, dass dies mit dem Studienzentrum in der Indestadt möglich ist, zeigte sich Bürgermeister Rudi Bertram: „Wir sind froh, dieses Angebot zu haben.”

Im Wandel

Dr. Heike Brandt, Leiterin der Abteilung Studienberatung und Studienzentren in Hagen, gab ihren Gästen zuvor einen Blick in die nähere Zukunft einer sich wandelnden Fernuni. Die Bezeichnung „Diplom-Studiengang” wird es zukünftig nicht mehr geben, dafür so genannte „Bachelors” und „Masters”, so wie sie bereits von den Unis in den USA und Großbritannien bekannt sind. Dies geschieht, um europaweit einheitliche Standards bei Abschlüssen für alle Länder zu erreichen.

Trotz Nomenklatur und Standardisierung: Das Fernstudium, so Friedel Fleck, Sprecher des Förderkreises Eschweiler, sei nach wie vor etwas Besonderes. Nämlich besonders geeignet für Menschen, die bereits einen Beruf ausüben oder die Familien- und Studienplanung unter einen Hut bringen wollen.

Erhebliche Zeitvorteile

Durch die geringen Eingewöhnungszeiten gegenüber der Normal-Uni bietet die Fernuniversität darüber hinaus erhebliche Zeitvorteile. Konzentriertes Studieren bei weitestgehender freier Zeiteinteilung schließlich - so etwas gehe an konventionellen Unis kaum. Und an den in jüngster Zeit immer wieder geforderten so genannten Elite-Universitäten schon erst recht nicht. „Bildung”, so Fleck, „darf kein Luxus sein.”

Dringend geforderte schulische Reformen müssten sich daher vor allem auf der Inhaltsebene abspielen. Gewinnen werde zukünftig wohl die Schulform, die die Erwartungen zukünftiger Arbeitgeber mit den Bedürfnissen der Studenten zu kombinieren weiß. „Genau dies kann heute bereits das Fernstudium erfüllen.”