In Gedenken : Father LeDoux ist tot

Father LeDoux ist tot. Er starb am 7. Januar, beerdigt wird er am 16. Januar. Vor fast zehn Jahren, im Mai 2009 lernte die Eschweiler Jazz-Gemeinschaft erstmals jenen Mann kennen, der 2006 in der Jazz-Gründerkirche St. Augustine gemeinsam mit Dr. Klaus Lumma (aka Fats von Gerolstein) jenes Hilfsprogramm startete, welches seine Gemeinde im Stadtteil Tremé trotz der Wirren um Hurricane Katrina am Leben erhielt.

Die im Drei-Länder-Eck gegründete Hilforganisation St. Augustine International e.V. holte vier Jahre nach der Sturmkatastrophe im Rahmen der bundesweit angelegten Benefizaktion des BDKJ „Uns schickt der Himmel“ Father leDoux als Sänger nach Eschweiler in den Talbahnhof, wo Fats Jazz Cats, Young Jazz Cats gemeinsam mit der Trinity Gospel Company aus der hiesigen Dreieinigkeitskirche, den Soulful Gospel Singers aus Hückelhoven und einer Handvoll Musiker aus der Euregio das Rahmenprogramm gestalteten.

Mit von der Partie waren auch die Pianistin Carol Dolliole LeBlanc, die Sängerin Sandra Gorden und der Fotograf Armand „Sheik“ Richardson, alle aus New Orleans. Father LeDoux sang an diesem Abend so viel wie ansonsten bei jedem seiner Gottesdienste, so zum Beispiel eine zum „HolyBlues“ getaufte und umgetextete Version von Ivory Joe Hunter’s Hit „Since I met you Baby“ (Jesus) oder den Song „Shake the Devil off“ (Schüttel den Teufel ab).

Außer selbst zu singen, bedankte sich Father LeDoux bei den Eschweiler Jazzfans und den Musikern und Sängern des Abends für ihr großartiges Spenden- und Benefizengagement für die Hurricane-Katrina-Opfer aus der ältesten afro-amerikanischen US Kirchengemeinde, deren Pfarrer er 16 Jahre lang gewesen ist.

Am Freitag, 11. Januar, erklärten Miss Melli & Fats Jazz Cats spontan ihren Auftritt im Aachener Jazz-Club zum Memorial-Konzert für Father LeDoux.

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