Eschweiler/Stolberg: EWV will doppelt einsteigen in Windpark bei Fronhoven

Eschweiler/Stolberg: EWV will doppelt einsteigen in Windpark bei Fronhoven

Die Stadt Eschweiler wird über ihren Anteil an der Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (EWV) am Windpark bei Fronhoven teilhaben. Dort sollen nach derzeitigem Plan 13 Windanlagen gebaut und von der „Windpark Eschweiler Beteiligungs GmbH“ betrieben werden.

Dazu zählt auch die EWV, an der die Stadt mit 13,19 Prozent beteiligt ist. Die Anlagen nördlich von Fronhoven sollen im nächsten Jahr in Betrieb gehen.

Damit nicht genug: Die EWV will sich über ihren fünf-prozentigen Anteil an der Rurenergie GmbH (Kreis, Stadtwerke & Sparkasse Düren) in den avisierten Windpark Körrenzig mit vier projektierten Windenergieanlagen einbringen.

Liegt das Invest der Rurenergie an der Projektgesellschaft in Körrenzig mit 1,2 Millionen Euro bei 60 Prozent, so liegen in Eschweiler die Investitionskosten bei rund 64 Millionen Euro, deren anteilige Finanzierung EWV und Rurenergie nicht alleine durch Eigenkapital bedienen wollen. Bei einer Eigenkapitalquote von üblichen 20 Prozent soll die weitere Liquidität über den Kreditmarkt gedeckt werden.

Die geplante gesellschaftsrechtliche Kon­struktion ist zwar durchaus üblich, erfordert aber eine Reihe von Beschlüssen, weil die EWV sich einerseits direkt beteiligen möchte an der von RWE Innogy und RWE Power bereits gegründeten „RWE Innogy Windpark Eschweiler GmbH & Co. KG“, andererseits mittelbar beteiligt ist am Engagement der Rurenergie als deren Mit-Gesellschafterin. Neben der eigentlichen Projektgesellschaft hat RWE zur Begrenzung der Haftung auf Einlagen der Gesellschafter bereits als 100-prozentige Tochter eine Verwaltungs-GmbH gegründet.

Damit aber die Windpark Eschweiler als Projektgesellschaft freigestellt ist von jeglichem Fremdkapital wollen EWV und Rurenergie die Kreditaufnahme zur Deckung der Investitionskosten in Form einer Zwischengesellschaft bündeln; an dieser soll sich die EWV mit 59,2 und die Rurenergie mit 40,8 Prozent der Anteile beteiligen.

Diese „Windpark Eschweiler Beteiligungs GmbH“ wiederum soll letztlich einen Anteil von 49 Prozent an der „RWE Innogy Windpark Eschweiler GmbH & Co. KG“ halten, wobei 29 Prozent auf die EWV und 20 Prozent auf die Rur-energie entfallen würden, während die „RWE Innogy Windpark Eschweiler Verwaltungs GmbH“ die verbleibenden 51 Prozent trägt.

Entsprechend der Gemeindeordnung müssen vor solchen Beteiligungen die kommunalen Gesellschafter zustimmen.

(jül/pan)
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