Eschweiler: Wenn d’r Zoch kütt, stonn die Pänz parat

400 phantasievoll verkleidete Kinder : Wenn d’r Zoch kütt, stonn die Pänz parat

Über 400 phantasievoll verkleidete Kinder ziehen mit Tam-Tam und jecker Musik durch Eschweiler-Ost und singen mit dem Prinzen.

Was für ein schönes buntes Bild am frühen Morgen. In Eschweiler-Ost schlängelte sich am Donnerstagmorgen zum 17. Mal (!) der Kinderzug durch die Straßen. Auf den traditionellen „Kengerzoch“ in Ost freuen sich nicht nur die Kleinen das ganze Jahr. Und wenn dann auch noch der Prinz persönlich vorbeischaut, dann gibt es in Eschweiler-Ost kein Halten mehr.

Aufgeregt empfingen die kleinen kostümierten Jecken am Morgen den Narrenherrscher Prinz Paulo I. und seinen Zeremonienmeister Pedro auf dem Schulhof der Eduard-Mörike-Schule. „Habt Ihr Lust darauf Karneval zu feiern und wollt Ihr den Prinzen wirklich sehen?“ fragte Zerm Pedro, bevor Seine Tollität die vielen Einhörner, Meerjungfrauen, Bienchen, Prinzessinnen, Krokodile, Polizisten, Gespenster, Löwen und Piraten freudestrahlend begrüßte und sich unter den Nachwuchs mischte.

Es dauerte nicht lange, da stimmte Prinz Paulo I. zur Freude aller Zugteilnehmer sein Kinderlied mit den fünf kleinen Funken an. Das kannten die Kinder natürlich und sangen es textsicher mit. Stellvertretend für alle Organsiatoren und Helfer des Kinderzuges erhielt Schulleiterin Sabine Allelein den Prinzenorden. Allelein bedankte sich wiederum beim Prinzen und seinem Zeremonienmeister mit zwei Flaschen Rotbäckchen-Saft. Da guckten natürlich zwei ziemlich irritiert „aus der Wäsche“. „Damit Ihr auch schön gesund bleibt“, meinte sie aufmunternd.

Nach der stimmungsvollen und herzerfrischenden Audienz konnte es dann endlich losgehen. Alle Mädchen und Jungen hatten sich in tolle Kostüme „geworfen“, um den 17. „Kengerzoch in Ost“ in ein Farbenmeer zu tauchen und wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Über 400 Kinder (Mädchen und Jungen der Eduard-Mörike-Grundschule, der Kindertagesstätte Wunderland und des BKJ-Kindergartens Herz Jesu) und natürlich auch Erwachsene zogen durch das Ostviertel und warfen ordentlich Kamelle unters Volk.

Ein kurzes Stück von Prinz Paulo und Zerm Pedro begleitet, schritten sie zu schmissigen Klängen der Fanfarentrompeter der Nothberger Burgwache, des Spielmannszuges Röhe und der Kapelle „Uss Spaß an dr‘ Freud“ durchs Dorf. Auch Bürgermeister Rudi Bertram und das Karnevalskomitee mit seinem Präsidenten Norbert Weiland hatten sich unters junge närrische Volk gemischt.

Mehr von Aachener Zeitung