Eschweiler: Straßen werden für acht Millionen Euro saniert

Vier Bauprojekte geplant : Stadt Eschweiler saniert Straßen für acht Millionen Euro

Ab der kommenden Woche wird die Straße Am Burgfeld angepackt, die wie mehrere andere Straßen bekannt für ihren desolaten Zustand ist. In zwei Stadtteilen stehen noch die Ergebnisse der Kanalanalyse aus. Heißt: Auch dort könnte in den kommenden Jahren gebaut werden.

Es gibt einige Straßen, die jedem Vielfahrer in Eschweiler bekannt sind, weil das Lenkrad stetig ausschlägt, obwohl die Strecke gerade verläuft. Diese Straßen sind: schlecht. Uneben, voller Löcher und Risse. Zu dieser Kategorie zählen die Hans-Böckler-Straße in Dürwiß, die Wilhelmstraße in Bergrath und die Straße Am Burgfeld in Röthgen. Wir haben im Namen von Lesern, die uns diese Straßen nach einem Aufruf genannt haben, bei der Stadt nachgefragt: Wann werden diese Straßen repariert?

Die notwendigen Sanierungen dieser drei Straßen sind bereits im Haushalt festgehalten. Die Straße Am Burgfeld wird ab dem 21. März bis voraussichtlich Januar 2020 angepackt. „Es werden der Kanal einschließlich der defekten Grundstücksanschlussleitungen, die Straße und die Straßenbeleuchtung erneuert“, teilt die Stadt mit. Kosten: 347.000 Euro für den Kanalbau, 619.000 Euro und für den Straßenbau und die Beleuchtung.

Die Hans-Böckler-Straße soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 in Angriff genommen werden. Früher ist das nicht möglich, weil die Straße eine wichtige Rolle einnehmen wird, wenn demnächst die Jülicher Straße/K 33 komplett umgestaltet wird: Sie wird die Umleitungsstrecke. Anschließend werden dort Kanal- und Straßenbaumaßnahmen erfolgen, die Hans-Böckler-Straße wird komplett neu gebaut.

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Ebenfalls im zweiten Quartal 2021 werden nach bisherigen Planungen der Stadt Arbeiter an der Wilhelmstraße eintreffen, ebenfalls für Kanal- und Straßenbaumaßnahmen. Die Straße wird gänzlich neu errichtet. Der Start der Arbeiten hängt vom Verlauf der Maßnahme in der Antoniusstraße und der Straße Auf dem Höfchen ab, dort werden Kanal und Straße ebenfalls erneuert.

Auf unseren Aufruf haben sich auch Bürger aus der Waldsiedlung in Pumpe gemeldet. Dort sei „der Zustand vieler Straßen schlecht bis katastrophal“, unter anderem stark betroffen: die Straße Akazienhain. „Mittlerweile ist es so schlimm, dass man sich schämt, Besucher von außerhalb einzuladen.“ Auf Anfrage teilt die Stadt mit, dass das vierte Quartal 2020 für den Baubeginn (Kanal und Straße) anvisiert werde. Für die gesamte Waldsiedlung würden derzeit auch die Ergebnisse einer Kanaluntersuchung analysiert, „so dass sich gegebenenfalls weiterer Sanierungsbedarf ergibt“.

Die Straßen „Am Burgfeld“, die auf die Kirche St. Marien zuläuft, wird ab dem 21. März saniert. Foto: ZVA/Carsten Rose

Im Stadtteil Kinzweiler werden die Kanäle in diesem Jahr auf ihren Zustand hin überprüft. „Hieraus kann sich ein Sanierungsbedarf ergeben, der aufgrund des Straßenzustandes mit einer Straßenbaumaßnahme einher gehen würde“, äußert die Stadt. Besonders stark beschädigt ist in dem Ort die Straße Pützfeldchen, wie Anwohner deutlich machen. Eine konkrete Maßnahme ist dort nach Angaben der Stadt noch nicht geplant, jedoch steht die angesprochene Kanalanalyse ja noch aus.

Für die vier geplanten Bauprojekte veranschlagt die Stadt acht Millionen Euro – fünf für den Straßen-, drei für den Kanalbau. Die Angaben können sich bis zur fixen Rechnung noch um 30 bis 40 Prozent verschieben, betont Stadtsprecher René Costantini, denn gerade im Tiefbau seien die Kosten in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Aus diesem Grund wurden geplante Maßnahmen wie Am Burgfeld in der Vergangenheit geschoben.

Wird zur Hauptumleitung, wenn die Jülicher Straße erneuert wird: die ebenfalls sanierungsbedürftige Hans-Böckler-Straße. Foto: ZVA/Carsten Rose

Was weitere Maßnahmen im Eschweiler Straßennetz betrifft, sagt Tiefbauamtsleiter Achim Vogelheim: „Generell dort, wo Bergbau betrieben wurde, werden wir sukzessive Anliegerstraßen erneuern.“ Und: „Für die Innenstadt haben wir auch diverse Überlegungen. Es ist aber noch nichts spruchreif, weil wir ja in Zukunft mehr Autos aus der Stadt fernhalten wollen.“

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