Eschweiler: Stadt-FDP münzt Antrag der Landes-FDP auf Eschweiler um

Attraktive Innenstadt : FDP: „Handwerkszeug“ existiert, die Stadt soll es nutzen

Die Liberalen stellen einen umfassenden Antrag an die Verwaltung. Bis zum August 2020 soll ein Konzept stehen, über das die Politik dann diskutiert.

Bei der Planung des Rathaus-Quartiers muss die städtische Verwaltung eine Menge Unterlagen bearbeiten, und nun kommt eine weitere Stellungnahme hinzu, die es für die politischen Gremien in der Zukunft zu erstellen gilt. Denn die FDP hat einen Antrag gestellt, der sich mit dem „Erhalt der Attraktivität Eschweilers als Einkaufsstadt“ beschäftigt.

Den Liberalen geht es darum, dass die Stadt im Zusammenhang mit der Planung des Rathaus-Quartiers auch ein Konzept „der Stärkung und zum Erhalt“ der Einkaufsstraßen auf der anderen Seite der Inde erstellen soll. Bis spätestens August 2020 sollen Ausschüsse und Rat darüber debattieren. Dabei legt die FDP Wert darauf, dass die Stadt das Citymanagement, den Rathaus-Quartier-Investor Ten Brinke und die Verantwortlichen des Auerbachzentrums einbeziehen. „Bis spätestens zum 30. September 2021“ solle das ganze mit Leben gefüllt sein, heißt es in dem Antrag.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Ulrich Göbbels betont vor dem Hintergrund, dass die Stadt in der Vergangenheit in eine moderne Fußgängerzone (Englerth-, Neu- und Grabenstraße) investiert hat: Es wäre doch „sehr bedauernswert“, wenn das Rathaus-Quartier ähnlich wie bei einem Projekt in Aachen im Umfeld zu einem „Ladensterben führen würde“. Christian Braune, seines Zeichen Stadtverbandsvorsitzender der Liberalen, fügt hinzu: „Ich fände es schade, wenn das Rathaus-Quartier mit seiner zeitgemäßen Mischung von Nahversorgung und Drogeriemarkt, Modegeschäft und was sonst noch kommt, die Eschweiler Einkaufsstraßen über­flüssig macht.“

Die Macht des Onlinehandels ist den FDP-Politkern bewusst, und deswegen solle der Einzelhandel auf dem Weg ins „digitale Zeitalter“ begleitet werden – die Eschweiler Liberalen bedienen sich mit ihrem Anliegen bei einem Antrag der Landesfraktion aus dem vergangenen Monat. „Was darin steht, passt eins zu eins auf die Eschweiler“, sagt Christian Braune. „Das Handwerkszeug gibt es bereits, wir sagen jetzt: Liebe Stadt und alle anderen, die sich an dem Prozess beteiligen sollen, benutzt es.“

Mit dem Handwerkszeug meint die FDP unter anderem das Programm „Zukunft des Handels“, mit dem kleine und mittelständische Unternehmen bei Digitalisierungsprojekten unterstützt werden sollen. „Damit wird eine Art Waffengleichheit zum Onlinehandel hergestellt“, sagt Braune. Landes- wie Stadt-FDP sprechen sich daher auch für sogenannte Digitalcoaches aus, die Ansprechpartner für den stationären Einzelhandel sein sollen. „Wir müssen alle gemeinsam etwas dafür tun, dass Eschweiler eine Einkaufsstadt bleibt“, betont Braune.

(cro)
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