Eschweiler: St. Jöris, Lohn, Weisweiler und EFV kämpfen um Finale

Fußball-Stadtmeisterschaft : Rhenania Lohn reicht eine gute Aktion fürs Halbfinale

Mit Gastgeber SV St. Jöris und Rhenania Lohn zogen nach Fortuna Weisweiler auch die A-Ligisten Nummer zwei und drei in das Halbfinale der Fußball-Stadtmeisterschaft ein.

Allerdings verliefen die Partien gegen die beiden B-Ligamannschaften Falke Bergrath und SC Berger Preuß über weite Strecken ausgeglichen und endeten mit knappen Ergebnissen.

Aufsteiger Bergrath erzwang gegen den frischgebackenen Sieger des Blausteinsee-Cups sogar ein redlich verdientes torloses Remis und musste sich erst im Elfmeterschießen mit 6:7 geschlagen geben. Die Partie Lohn gegen Berger Preuß war dagegen nach 60 Spielminuten entschieden: Den Rhenanen reichte eine zwingende Aktion mit beherztem Abschluss unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff zum 1:0-Sieg.

St. Jöris – Bergrath 7:6 n. 11-M. (0:0)

Der favorisierte SV St. Jöris startete betont kontrolliert bis unterkühlt in die Partie, leistete sich aber im Spiel nach vorne ungewöhnlich viele Ungenauigkeiten. Ein erster Torschuss von Christian Bittins sowie ein von Maik Engelhardt ausgeführter Freistoß gingen jeweils links am im ersten Abschnitt von Marvin Laschet gehüteten Falke-Tor vorbei. Bergrath hielt mit großem Einsatzwillen dagegen und zeigte auch spielerische Qualitäten. Sascha Schönen zirkelte einen Schuss mit dem Innenrist aus gut 20 Metern in Richtung des rechten oberen Torecks des SV und zwang Torwart Manfred Wangnick zu einer Glanzparade.

Auch nach dem Seitenwechsel sorgten vor allem Schüsse aus der zweiten Reihe für Gefahr. Der zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Falke-Schlussmann Fabian Wiemers parierte einen erneuten Freistoß von Maik Engelhardt mit Unterstützung der Torlatte. Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Geschehen mehr in die Bergrather Spielhälfte, doch der B-Liga-Neuling blieb mit Kontern gefährlich. Sergej Rüttgers schlug eine Hereingabe flach in den St. Jöris-Strafraum, doch in der Mitte verpassten zwei Falken die Flanke. Die letzte Chance der regulären Spielzeit verzeichneten die Gastgeber: Thomas Kugel passte auf Christian Bittins, der das lange Eck des Falke-Tores anvisierte, dieses aber knapp verfehlte. So blieb es bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Geert Desmedt beim 0:0.

Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung über den Einzug in das Halbfinale bringen. Hier trat Torhüter Manfred Wangnick als erster Schütze für St. Jöris an, verwandelte zum 1:0 und parierte anschließend den Schuss von Özcan Demir. Doch ein Teil der vermeldeten 338 Zuschauer jubelte zu früh, denn Manfred Wangnick hatte sich während seiner Parade von der Linie nach vorne bewegt, so dass Geert Desmedt den Elfmeter wiederholen ließ.

Im zweiten Versuch traf Özcan Demir zum 1:1 und diente somit als Vorbild für die kommenden zehn Schützen. Für St. Jöris legten Jeremy Weber, Kevin Gulba, Michael Gillessen, Christian Bittins und Alexander Seferings jeweils vor. Die Falken Sergej Rüttgers, Thomas Wiese, Sascha Schönen, Yanik Wiese und Marcus Eiselt glichen stets postwendend aus. Dann erzielte Michael Lisowski das 7:6 für St. Jöris. Falke-Torwart Fabian Wiemers trat an und traf den Pfosten – die Partie war entschieden.

Berger Preuß – Rhen. Lohn 0:1 (0:1)

Ein Spiel, das von zahlreichen Zweikämpfen und wenigen echten Torchancen geprägt wurde. Ein Versuch des Berger Preußen Tim Krahe flog am langen Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite bemühten sich die von Moses Sichone trainierten Rhenanen um Kombinations-Fußball, doch der letzte Pass misslang kontinuierlich. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit zeigte sich der Dürener A-Ligist zielstrebig: Ein Doppelpass brachte Zahkyi Karamoa in der 29. Spielminute in eine vielversprechende Position im Berger Preuß-Strafraum. Der Rhenania-Angreifer zog konsequent ab, und der Ball schlug unter der Latte des gegenerischen Tores zum 1:0 ein. Sekunden später verzeichnete Lohn die Chance zum 2:0, doch die Abwehr der Berger Preußen klärte unmittelbar vor der Torlinie.

Auch im zweiten Abschnitt spielte sich viel zwischen den beiden Strafräumen ab. Zahlreiche kleine Fouls und Pfiffe von Schiedsrichter Martin Klikar taten das Übrige, so dass beide Mannschaften nur wenig Gelegenheit erhielten, einen Spielrhythmus zu entwickeln. In der Schlussphase übernahmen die Preußen die Initiative, zwingend wurden sie aber nicht. Der Lohner Torhüter Nico Hühne fing die eine oder andere Flanke ab, es blieb beim 1:0 aus Sicht des A-Ligisten.

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