Eschweiler: Spender für Spielplatz Eichendorffstraße gesucht

72-Stunden-Projekt : Jugendliche sanieren einen verwaisten Spielplatz und suchen Spender

Marode Spielgeräte, ein verwitterter Zaun, splitterndes Holz am Sandkasten und viele weitere Mängel und Gefahren für Verletzungen: Der Spielplatz an der Eichendorffstraße hat schon bessere Zeiten gesehen.

Um an dem tristen Zustand etwas zu ändern, haben sich die Jugendlichen des Kinder- und Jugendzentrums St. Peter und Paul im Rahmen eines „72-Stunden-Projektes“ zu einer eigenhändigen Sanierung entschlossen.

Die Idee dazu hatte die 18-jährige Lara, die, seit sie drei Jahre alt ist, in der Nähe des Spielplatzes wohnt. Sie ist sozusagen auf ihm groß geworden. Doch der einst so schöne Platz ist mit den Jahren verwittert. So planen die engagierten jungen Erwachsenen um die Jugendzentrumsleiterin Tanja Pelinski, die alten Spielgeräte – bis auf eine Wippe und eine Rutsche – zu entsorgen. Dazu soll ein neuer Sandkasten inklusive frischem Sand angeschafft werden, da das dort verbaute Holz mittlerweile einer einzigen Splitterfalle gleicht. Außerdem soll die Rutsche, die noch in gutem Zustand ist, einen neuen weichen Auffangbereich erhalten. Außerdem sind die Sitzbänke und der Holzzaun in einem sehr schlechtem Zustand und sollen ersetzt werden.

Ob neue Spielgeräte dazukommen werden, ist noch nicht sicher, da sich unter dem Spielplatz eine Tiefgarage befindet und somit nur 50 Zentimeter Erdreich zur Verfügung stehen; dies kann bei neuen Installationen problematisch werden. Jedoch: „Der Gedanke ist noch nicht komplett verworfen“, betont Tanja Pelinski. Das komplett spendenbasierte „72-Stunden-Projekt“ startet am Donnerstag und endet am Sonntag.

Ahmed (v.l.), Sergen, Mauro und Lara sind nur einige Jugendliche, die den Spielplatz sanieren möchten. Foto: Timo Müller

Für die Aktion sucht das Kinder- und Jugendzentrum noch weitere Geldspender und/oder Unterstützer, die mit anpacken möchten, um den Kindern an der Eichendorffstraße wieder ein freudiges Spielerlebnis ohne unnötige Verletzungsrisiken zu ermöglichen.

Dass die Jugendlichen den öffentlich zugänglichen Spielplatz in Eigeninitiative sanieren möchten, liegt auch daran, dass er nicht der Stadt gehört. Eine Kommune muss Spielplätze in Schuss halten und dafür sorgen, dass Schäden, die zu einer Verletzungsgefahr führen, behoben werden. Das Grundstück gehört jedoch einer Immobiliengesellschaft aus Hamburg. Diese unterstützt die Jugendlichen bei der Aktion.

Wer bei der Spielplatz-Sanierung helfen möchte, wendet sich bitte an das Kinder- und Jugendzentrum St. Peter und Paul, Peter-Paul-Straße 12, Tel: 25745 oder per E-Mail an kijuze@eschweiler-kirche.de.

Mehr von Aachener Zeitung