Eschweiler Schule und AQUS GmbH vereinbaren Kooperation

Metall- und Elektrotechnik hautnah : Schüler sammeln praktische Berufserfahrung in Alsdorf

Gespannt erkundeten die Schüler der Internationalen Klasse des Städtischen Gymnasiums Eschweiler die Ausbildungswerkstatt des Aldorfer Unternehmens Aqus, probierten sich an den Werkbänken und elektrischen Schaltungen au.

Die Schule und der Ausbildungsdienstleister haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Bei der Aqus Ausbildungs- und Qualifizierungsservices GmbH in Alsdorf erfuhren sie und Schulleiter Winfried Grunewald im Juni viel über den Berufsalltag der Metall- und Elektrotechnikberufe. Der Ausbildungsdienstleister arbeitet für die vielen Firmen der Region, die zwar ausbilden wollen, aber selbst nicht über eine Ausbildungswerkstatt verfügen oder bestimmte Bereiche der Ausbildung nicht übernehmen können.

Nun schlossen das „Städti“ und Aqus eine offizielle Kooperationsvereinbarung ab, die noch vielen Schülern einen Einblick in die „Unterrichtsräume ganz besonderer Art“ ermöglichen soll, wie die Lehrerin Miriam Erbstößer in der Aula den neugierigen Schülern verkündete.

Schon mehrfach habe Kontakt zwischen der Schule und dem Dienstleister bestanden, merkte Felix Meisel an, der für Kooperationen bei Aqus zuständig ist und selber früher als Referendar an der Eschweiler Schule aktiv war.

„Jugendlichen sind immer häufiger die Vorzüge und Karrierechancen klassischer Ausbildungsberufe nicht bewusst. Dabei bietet der derzeit herrschende Fachkräftemangel insbesondere im Bereich dualer Ausbildungs- und Studiengänge reizvolle Perspektiven”, warb Michael Arth von der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK).

Deshalb sei es wichtig, dass die Schüler auch einen Eindruck in die möglichen Ausbildungsberufe bekommen, betonte Grunewald. Eine Kooperation, die gegenseitige Besuche beinhalte, sei deshalb optimal, um Jugendliche für die Berufe im Metall- und Elektrotechnikbereich zu begeistern. Zudem sind Berufsfelderkundungen, Betriebspraktika und eine fachunterrichtliche Anbindung im Bereich Automatisierungstechnik vorgesehen. Im Rahmen der IHK-geförderten Initiative „KURS“ (Kooperation Unternehmen der Region und Schulen) werde das auch ausdrücklich gefördert, erklärte Arth.

Dass das Städtische Gymnasium dabei auch die Internationale Klasse einbinde, habe zusätzlich Vorbildcharakter. „Unser Ziel ist es, für alle Schüler Perspektiven zu schaffen. Dafür haben wir einen Partner gesucht, der mit viel Qualität ausbildet, und das ist uns gelungen”, zeigte sich Grunewald erfreut, der ab der achten Jahrgangsstufe eine durchgängig begleitende Berufsberatung für alle Schüler anbieten möchte. „Das rundet die vielen Angebote zur Integration perfekt ab”, lobte auch Petra Seeger vom Amt für Schulen, Sport und Kultur im Namen der Stadt Eschweiler. Denn die berufliche Einbindung wirke sich signifikant auf einen schnellen Spracherwerb aus, wie Seeger klarstellte.

Natürlich hatten die Gäste der Firma Aqus an diesem Tag ebenso zwei Auszubildende dabei, die von ihren positiven Erfahrungen berichteten und an einem Stand die Fragen der Schüler beantworteten - und davon gab es so einige.