Eschweiler: Relativ positive Bilanz von Polizei und Feuerwehr

Start in den Straßenkarneval : Sonnig, bunt und nur ein unschöner Einsatz für die Rettungskräfte

Die Tendenz war am frühen Donnerstagabend noch relativ positiv. Die Feuerwehr vermeldete einen „bisher ruhigen“ Fettdonnerstag auf den Eschweiler Straßen zwischen Rathaus, Markt und Marienstraßen, wo die größten Sausen stattfanden.

Kein unverhältnismäßig schlimmer Einsatz im Zusammenhang mit dem karnevalistischen Treiben, lautete die erste Bilanz, was aber nicht heißt, dass es nicht einen Einsatz gab, der nicht doch aus der Reihe fiel: „Unter den relativ wenigen Einsätzen, die wir wegen alkoholisierter Personen hatten, war der Höhepunkt eine 14-Jährige“, teilte René Krahe aus der Einsatzleitstelle von Feuerwehr, Notdienst, Ordnungsamt und Hilfsorganisationen am Markt mit. Traurig, aber auch an Karneval wahr. Im vergangenen Jahr hatten die Hilfskräfte offiziell „nur“ einen 15-Jährigen registriert, der übermäßig alkoholisiert war.

Laut Polizei hielten sich die Einsätze im Zusammenhang mit Karneval in der gesamten Städteregion (vorläufig) in Grenzen. In Eschweiler habe es dennoch mehrere Vorfälle mit Körperverletzungen gegeben, ein Feiernder sei schwerer verletzt worden.

Am Markt, wo die meisten jungen Leute feierten, war die Lage nach Ansicht der Feuerwehrleitstelle auch überraschend entspannt. Bis 15 Uhr waren es nur vier Einsätze, bis 17 Uhr listeten die Sanitär zehn Patienten, die ausschließlich „Opfer“ des Karnevals waren – sei es dem Alkohol oder Reibereien geschuldet. „Die endgültigen Zahlen werden wir am Freitag haben.“

An der Marienstraße, wo das Jecke-Tön-Festival von morgens an Tausende anlockte, hatten die Einsatzkräfte auch weniger Ärger als im Vorjahr. Denn damals ignorierten einige Bankkunden die Absperrungen und fuhren bis vor die Filiale. Vorläufiges Fazit der Feuerwehr am Donnerstag: „Die Lage an der Marienstraße war relativ ruhig, das kennen wir aus den vergangenen Jahren auch anders.“

Auch diese Gruppe, die sich einheitlich mit Uhrwerken verziert hatte, machte sich auf den Weg in Richtung Hof der Raiffeisen-Bank. Foto: Carsten Rose

Apropos anders: Der Fettdonnerstag verlief anders als erwartet beziehungsweise anders, als der Wetterdienst es den Jecken verkaufen wollte. Der angedrohte Regen blieb fern, und die Sonne bekamen Eschweilers Jecken zumindest bis zum Nachmittag zu Gesicht. Spürbar kalt blies dann der Wind im Laufe des Tages. Richtig hatten es also die gemacht, die entweder eine Mütze zum Teil des Kostüms machten oder sich unter anderem Richtung Franzstraße aufmachten und im Zelt feierten oder in den prall gefüllten Lokalen schunkelten.

(cro)
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