Eschweiler: Metalldiebe auf dem Waldfriedhof

Diebe auf dem Waldfriedhof : Unbekannte sehen es auf Madonnen und Kreuz ab

Unbekannte Diebe haben es in den vergangenen Tagen auf dem Waldfriedhof an Grabsteinen auf mindestens zwei Madonnen und ein 1,5 Meter großes Kreuz abgesehen.

Eine etwa 80 Zentimeter hohe Madonna aus Bronze haben die Täter zwischen dem 20. und 23. Februar nahe der Kapelle gestohlen, in einem anderen Fall im gleichen Zeitraum blieb es beim Versuch. „Die Madonna wird jetzt aufwändig repariert. Womöglich war die Beschädigung auch der Grund, dass diese nicht mitgenommen wurde“, berichtet Dietmar Rotheut.

Die Täter hätten das Grab seiner Eltern heimgesucht und an der etwa 80 Zentimeter großen Madonna hantiert. Das erwähnte Kreuz wurde nach Angaben der Polizei zwischen dem 1. und 24. Februar von einer Marmorplatte gerissen. Wie hoch der Schaden bei dem gestohlenen Kreuz und der Bronze-Madonna ist, ist nicht in den Anzeigen vermerkt. Die nun beschädigte Madonna der Familie Rotheut hatte einen Wert von etwa 2500 Euro.

Auf unsere Rubrik „Es ärgert uns“, in der wir in der Montagsausgabe die Metalldiebe auf dem Waldfriedhof erwähnt hatten, meldete sich auch eine Frau aus Hastenrath. Sie wurde vor wenigen Wochen Opfer von Dieben, die eine „wunderschöne Laterne“ aus Kupfer gestohlen hätten. Sie erinnerte sich ebenfalls an entwendete Madonnen, von denen andere Angehörige berichtet hätten.

Der Stadt Eschweiler ist der letzte größere aktenkundige Metalldiebstahl aus Herbst des vergangenen Jahres bekannt. Damals wurden nach Aussage von Stadtsprecher René Costantini auf dem Friedhof in Neu-Lohn bis zu sieben Gegenstände aus Messing (Vasen, Schalen, Laternen) von Gräbern gerissen. Die Diebe seien aber offensichtlich gestört worden, weil „Vasen an einer Stelle zusammengetragen, aber nicht abtransportiert wurden“.

Die letzten größeren aktenkundigen Fälle vom Waldfriedhof datieren nach Angaben der Stadt auf das Jahr 2012. „Höchstens einmal im Jahr rufen Nutzungsberechtigte bei uns an, um gestohlene Gegenstände mitzuteilen“, berichtet Costantini von Einzelfällen.

(cro)