Eschweiler: Liebfrauenschüler spenden für karitative Zwecke

Liebfrauenschüler spenden für karitative Zwecke : Ein Basar, vier Organisationen und viele Projekte

Ganze 9000 Euro erwirtschafteten die Schüler, Eltern und Lehrer der Bischöflichen Liebfrauenschule (BLS) beim traditionellen Weihnachtsbasar des Gymnasiums im vergangenen Dezember.

Diese stolze Summe wurde nun an vier ausgewählte karitative Organisationen gespendet: die Fundación Acro Iris (zu Deutsch: Regebogenstiftung), den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Region Aachen, die Aktion „Friedensdorf“, die kriegsverletzten Kinder lebenswichtige Operationen ermöglicht, sowie einem Schulprojekt in Sambia. Alle Projekte erhielten so jeweils 2.250 Euro.

Zur symbolischen Scheckübergabe empfing Schulleiter Carsten Gier gemeinsam mit der Schülervertretung, die die Empfänger der Spenden jährlich bestimmt, am vergangenen Mittwoch Vertreter des Ambulanten Kirchenhospizdienstes Aachen sowie der Fundación Acro Iris, die einen kurzen Überblick über ihre Arbeit lieferten. So berichtete die ehemalige BLS-Schülerin Lea Ziemons über die Fundación Acro Iris, die von dem aus Rottweil in Baden-Württemberg stammenden Pfarrer Josef Maria Neuenhofer gegründet wurde. Die Organisation setzt sich besonders für
hilfsbedürftige Kinder in Bolivien, hauptsächlich in der Hauptstadt La Paz, ein.

Die Kinder, die teils Opfer von Missbrauch waren, familienlos sind oder Erfahrungen mit Drogen gemacht haben, erhalten mit Hilfe der Organisation, die vier Kinderheime sowie einige Kindergärten unterhält, eine Chance auf ein besseres Leben. So bietet die Stiftung insgesamt 14 Sozialprojekte in La Paz an, die jungen Bolivianern eine bessere Perspektive für ihre Zukunft  bieten sollen.

Koordinatorin Barbara Ebbing-Lennartz vermittelte zudem einen Einblick in die Arbeit des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Aachen, die sich in der Städteregion um Familien mit Kindern, die unter lebensverkürzenden Krankheiten leiden, kümmert. „Wir freuen uns riesig, dass Schüler an Familien denken, die es nicht so leicht haben“, sagte Ebbing-Lennartz und dankte den Spendern zunächst.

Der Dienst, der 1990 von sechs betroffenen Familien gegründet wurde, verfügt mittlerweile über 25 Standorte in ganz Deutschland. In der Städteregion Aachen betreuen 20 ehrenamtliche Mitarbeiter 16 Familien, und entlasten diese in ihrem Alltag. Der ambulante Hospizdienst nimmt gerne auch weitere Ehrenamtler auf. Interessierte sind für Mittwoch, 20 März, herzlich zu einer Informationsveranstaltung in der Von-Coels-Straße 214, Aachen, eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

(tim)