Eschweiler: Eschweiler: Jugendliche vermissen Treffs und junge Läden

Eschweiler: Eschweiler: Jugendliche vermissen Treffs und junge Läden

Nicht nur die Stadtverwaltung sieht Handlungsbedarf im Norden der Innenstadt, auch die jungen Indestädter vermissen einiges. Unsere beiden Schülerpraktikantinnen Anastasia Suslova und Sarah Dilly machten sich auf Tour in der City und fragten nach.

Freitagabend in der Eschweiler Innenstadt: leere Straßen und Cafés, verlassene Ladenlokale, junge Leute, die nicht wissen, wo sie hingehen sollen, und ein Busfahrplan, der hauptsächlich um halb Zwölf in der Nacht endet.

Kaum vorstellbar, dass vor wenigen Jahren Menschen aus der ganzen Region hierher kamen, um einzukaufen und zu feiern. Sowohl die Schnellengasse als auch die Fußgängerzone zogen die Menschen aus dem Umkreis an. Doch die Gegebenheiten haben sich geändert: Die Schnellengasse ist verlassen, und viele Geschäftsräume stehen leer.

Vor allem sind Jugendliche von dieser Situation betroffen. Junge Leute im Alter zwischen 13 und 19 Jahren kritisieren vor allem das Fehlen von Treffpunkten, die auch im Alter von unter 18 Jahren besucht werden können, und die mangelnde Auswahl an Geschäften, die ihrem Alter entsprechen. Eine große H&M-Filiale würde sie zum Beispiel sehr ansprechen, wie schon viele Schüler anmerkten.

Sabrina (17 Jahre alt) bemängelt: „Hier gibt es keinen einzigen CD-Laden mehr.” Allerdings: Ganz Recht hat sie nicht, da eine große CD-Abteilung im Supermarkt an der Auerbachstraße vorhanden ist, der jedoch außerhalb der Innenstadt liegt.

Junge Leute ab 16 wünschen sich mehr Clubs und eine Cocktailbar, die Alternativen zur privaten Feier bieten. Unsere Umfrage unter Jugendlichen ergab, dass sich die meisten mehr Leben in der Schnellengasse wünschen. So Jana (17): „Die Gasse soll wieder voller werden!”

Ihre Freundin Theres (18) hat zum Beispiel die Idee: „Dort sollte etwas eröffnet werden, wo man in den Freistunden hingehen kann.” Das mache die Stadt dann wieder interessanter und ansprechender. Vor allem die zwischen 13- und 15-Jährigen würden sich über mehr öffentliche Sportplätze und Parks freuen, die sie in ihrer Freizeit nutzen können.

Schlechte Verkehrsverbindungen nach Mitternacht bereiten den Jugendlichen ein weiteres Problem. Es gibt keine anderen Möglichkeiten, als entweder viel Geld für ein Taxi auszugeben oder sich zu Fuß auf den Weg nach Hause zu machen. Gina (16): „Es sollen endlich mehr Nachtbusse fahren!” So seien die Eltern beruhigter und der Heimweg gesichert.

Bis sich jedoch etwas ändert, bleibt den Jugendlichen nichts anderes übrig, als sich privat zu treffen oder Alternativen in den naheliegenden Städten zu suchen. Auch zum Einkaufen werden sich viele weiterhin anders orientieren müssen.