Bundesweiter Wettbewerb: Eschweiler ist „Deutschlands nachhaltigste Stadt“

Bundesweiter Wettbewerb : Eschweiler ist „Deutschlands nachhaltigste Stadt“

Dass Eschweiler bundesweit eine Vorzeigestadt in Sachen Nachhaltigkeit ist, ist spätestens dadurch deutlich geworden, dass die Sommerakademie der Vereinten Nationen die Indestadt ausgesucht hat, um hier regelmäßig Führungskräfte zum Thema Strukturwandel zu schulen. Jetzt haben die Bemühungen der Stadt eine weitere hochkarätige Würdigung erfahren.

Eschweiler ist Sieger im bundesweiten Wettbewerb um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis und ist damitr „Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2019“. Die Auszeichnung, die seit 2012 verliehen wird, ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, der Allianz-Umweltstiftung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

In der Endausscheidung setzte sich Eschweiler gegen Buxtehude und St. Ingbert durch; der mit 30.000 Euro dotierte Preis wird während des Deutschen Nachhaltigkeitstages am 7. Dezember in Düsseldorf verliehen. Dort stellt die Indestadt auch ihre nachhaltigen Projektideen vor.

Und es ist eine Menge, mit dem Eschweiler bei der Jury punkten konnte. „Die Stadt Eschweiler im rheinischen Braunkohlerevier gibt sich trotz ihres schweren industriekulturellen Erbes nicht geschlagen und beantwortet Herausforderunghen wie den Strukturwandel durch eine starke regionale, nationale und internationale Netzwerkarbeit. Als Global Nachhaltige Kommune NRW und in Projektpartnerschaft mit der brasilianischen Stadt Alta Floresta übernimmt Eschweiler nicht nur lokal, sondern auch global Verantwortung“, heißt es in der Begründung der Jury.

Die zeigte sich auch davon beeindruckt, dass Eschweiler „größten Wert auf die Wahrung des sozialen Friedens durch Schaffung von Arbeitsplätzen für alle Qualifizierungsstufen, bezahlbaren Wohnraum und Bildung für nachhaltige Entwicklung bei gleichzeitiger Stabilisierung der Ökosysteme“ legt.

Weitere Pluspunkte für Eschweiler waren u.a. die energetische Sanierung und 100prozentige Versorgung aller städtischen Gebäude mit erneuerbarer Energie, die ressourcenschonende „Faktor X“_Wohnsiedlung „Neue Höfe“ in Dürwiß, die Einbeziehung der Bürger in Entscheidungsprozesse wie die Umgestaltung der Innenstadt und der Status Eschweilers als Fairtrade-Stadt. Auch das Thema Multikulturalität beschäftigte die Jury, die sich beeindruckt zeigte, wie hier Menschen aus 110 Nationen friedlich zusammenleben und junge Flüchtlinge „dank des engagierten Integrationsrats und regen Vereinslebens ein neues Zuhause“ finden.

Ehrenpreisträger waren bisher u.a. die Königinnen Silvia von Schweden und Mathilde von Belgien, Marius Müller-Westernhagen, Art Garfunkel, José Carreras, Dr. Jane Goodall und — Anastacia.

(rpm)