Eschweiler Fußballvereine in der Kreisliga C vorm Punktspielauftakt

Fußball-Kreisliga-C : Die Eschweiler Fußballvereine vor dem Punktspielauftakt

Zwei indestädtische Derbys hält der erste Spieltag der Fußball-Kreisliga C am kommenden Sonntag bereit: Germania Dürwiß empfängt am Nachmittag (15 Uhr) den SC Berger Preuß, zwei Stunden zuvor tritt der SCB Laurenzberg beim SV St. Jöris an.

Allerdings handelt es sich bei den Gegnern der Germania und des SCB um die Zweitvertretungen der Lokalkonkurrenten. Als dritte Erstvertretung der Eschweiler C-Ligisten nimmt Rhenania Eschweiler die Jagd auf Punkte auf. Im Waldstadion ist ab 15 Uhr der VfL Vichttal III zu Gast. Darüber hinaus fühlt Aufsteiger Sportfreunde Hehlrath II am heimischen Maxweiher dem SV Breinig III (Anstoß 13 Uhr) auf den Zahn.

FC Rhenania Eschweiler

Gut drei Jahre ist es her, dass die Eschweiler Rhenanen als C-Liga-Meister den Aufstieg in die Kreisliga B bewerkstelligten und somit die Hoffnung nährten, nach dem Absturz aus der Mittelrheinliga (Spielzeiten 2006/2007 und 2007/2008) zumindest eine kleine Trendwende eingeleitet zu haben. Doch der Aufschwung war nur von kurzer Dauer.

Im Jahr eins nach dem Aufstieg belegte die Elf von der Pumpe einen respektablen fünften Platz in der B-Liga, doch am Ende der Saison 2017/2018 stand der erneute Abstieg in die Kreisliga C zu Buche. Zum Auftakt der zurückliegenden Spielzeit feierte die nun von Dirk Schwanemeyer (zuvor eigene 2. Mannschaft) trainierte Mannschaft einen 7:0-Kantersieg über Sparta Bardenberg II, der die Rhenania an die Tabellenspitze katapultierte, doch im Anschluss folgten sieben Niederlagen in Serie. Danach fingen sich die Rhenanen, mehr als Platz neun in der Abschlusstabelle (acht Punkte Rückstand auf Rang acht) war aber nicht mehr drin.

Auch in dieser Saison gehen die Rhenanen nicht als Anwärter auf einen Platz im oberen Tabellendrittel an den Start. Anders als Auftaktgegner VfL Vichttal III, der am Sonntag eine echte Herausforderung für die Gastgeber darstellen dürfte. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rhenanen wie im vergangenen Jahr nach Spieltag eins von Platz eins der Tabelle grüßen, ist gering. Das Hauptaugenmerk wird aber viel mehr darauf liegen, eine anschließende Niederlagenserie zu verhindern, um nicht konstant nach unten blicken zu müssen.

Zugänge: Mittelfeld: Tim Hagen (SG Stolberg); Angriff: Heiko Cremer (GW Broicher Siedlung).

Abgänge: Mustafa Aydin, Gilles Aelmanns, Kai Kembügler (alle Fortuna Weisweiler), Dylan Keppers, Burak Sahin, Frederik Schneider (alle Eschweiler FV), David Granrath (SCB Laurenzberg), Anass Belkouteb (FC Germania Dürwiß), Oliver Stange (TuS Langerwehe), Kevin Wickerath (BSC Schevenhütte), Erland Bytyqi (Teutonia Weiden).

SCB Laurenzberg

Beim SCB sind in der jüngsten Vergangenheit gewisse Parallelen zu Rhenania Eschweiler zu bemerken: Dem Aufstieg in die Kreisliga B, der am Ende der Saison 2016/2017 durch einen 3:1-Sieg im Relegationsspiel gegen Germania Eicherscheid II in trockene Tücher gebracht wurde, folgte der direkte Wiederabstieg.

Punktgleich mit den Rhenanen musste als Vorletzter der Weg in die C-Liga angetreten werden. Und genau wie der Lokalrivale taten sich die Schwarz-Gelben im Jahr eins nach dem Abstieg schwer und belegten in der Abschlusstabelle nur den elften Platz. Nach zahlreichen Abgängen backen die Verantwortlichen des SCB nun vor dem Meisterschaftsauftakt kleine Brötchen. Das vom neuen Trainer Udo Freialdenhoven ausgerufene Saisonziel lautet „Klassenerhalt“.

Zu einer in dieser Hinsicht ersten richtungsweisenden Partie könnte sich bereits das Auswärtsspiel beim Vorjahreszwölften SV St. Jöris II am Sonntag entwickeln. In der Vorbereitung blieb Laurenzberg ohne Sieg. Von Mit-C-Ligist BW Alsdorf trennte sich der SCB torlos, gegen die klassenhöheren Teams von Fortuna Weisweiler (0:4), SW Huchem-Stammeln (1:3) und JSV Frenz (0:5) gab es Niederlagen.

Zugänge: Mittelfeld: David Granrath (FC Rhenania Eschweiler).

Abgänge: Justin Bachmann, Stephan Geßen, David Bodden, Kevin Meisen, Tim Schuster (alle Sportfreunde Hehlrath), Mike Krauthausen, Tobias Schwertner (Fortuna Weisweiler), Kevin Jersch (FC Inden/Altdorf), Dennis Stanuch (FC Germania Dürwiß).

Nach zahlreichen Abgängen backen die Verantwortlichen des SCB Laurenzberg vor dem Meisterschaftsauftakt kleine Brötchen. Das vom neuen Trainer Udo Freialdenhoven ausgerufene Saisonziel lautet „Klassenerhalt“. Foto: Andreas Röchter

FC Germania Dürwiß

Drei Siege, drei Unentschieden, 22 Niederlagen und ein Torverhältnis von minus 112. So die Bilanz des FC Germania Dürwiß zum Ende der Saison 2018/2019, die der ehemalige Mittelrheinligist auf Platz 14 der Kreisliga C beendete. Da der SV Kohlscheid und der SC Berger Preuß ihre jeweils 3. Mannschaften zurückzogen, blieb den Germanen der Weg in die Kreisliga D erspart.

In der gerade beginnenden Saison versucht nun der neue Trainer Tuncay Özbay (bisher SG Hoengen/Mariadorf) sein Glück mit einem einmal mehr stark veränderten Kader, dessen Spieler erst einmal zu einer Mannschaft zusammenwachsen müssen. Bei der Stadtmeisterschaft war der durchaus hoch eingeschätzte B-Ligist Eschweiler FV beim 0:6 (Spielzeit 60 Minuten) mindestens zwei Nummern zu groß, im Kreispokal verkauften sich die Germanen gegen den B-Ligisten Cro Sokoli Aachen teuer und unterlagen ehrenhaft mit nur 0:2.

Gegen die Zweitvertretung der Berger Preußen dürften am Sonntag die Trauben aus Dürwißer Sicht hoch hängen. Doch vielleicht können die Germanen die Tatsache, dass die Erwartungen extrem niedrig sind, zu einer Trotzreaktion nutzen und den einen oder anderen Beobachter überraschen.

Zugänge: Tor: Chi-Hung Tran (Schwarz-Rot Aachen); Abwehr: Tim Dickmeis (eigene Jugend), Mariusz Andziak, Mateusz Kwiecien (beide SV Hoengen), Fatih Kartal, Beraka Jean-Jaques Sunda-Azambo-Yadobi (beide Westwacht Aachen), Corneille Sukami (Germania Freund), Fabian Trenkler (Rhenania Rothe Erde), Nedzat Zekir (FC Bosna Aachen); Mittelfeld: Anass Belkouteb (Rhenania Eschweiler), Simplice Bokelo (FC Bosna Aachen), Daniel Deubgen (SV Hoengen), Dennis Stanuch (SCB Laurenzberg).

Abgänge: Florian Schwartz (FC Inden/Altdorf), Duc Cuong Vo, Bayram Ali Polat, David Lehnhoff (alle Fortuna Weisweiler), Onur Kurtulus (SC Nirm), Arsalan Sheikh (Sportfreunde Dorff), Nils Peters, Marvin von Högen (beide SG Stolberg), Talip Akpinar (SV Aldenhoven/Pattern).

In der gerade beginnenden Saison versucht der neue Trainer Tuncay Özbay der Germania Dürwiß sein Glück mit einem einmal mehr stark veränderten Kader, dessen Spieler erst einmal zu einer Mannschaft zusammenwachsen müssen. Foto: Andreas Röchter
(ran)
Mehr von Aachener Zeitung