Eschweiler: Eschweiler Büttenredner tritt im Fernsehen auf

Eschweiler : Eschweiler Büttenredner tritt im Fernsehen auf

Die Nachricht kam für Alfred Wings überraschend — und sie hat ihn sehr gefreut. Als erster Eschweiler Büttenredner ist „Der Lange“ an diesem Wochenende im Fernsehen zu sehen: bei der WDR-Sendung „Blötschkopp und die Rampensäue“, die Sonntagabend um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird.

Seit 1997 ist Alfred Wings auf den Bühnen der Region unterwegs, und für seinen ersten Fernsehauftritt ist er auch gar nicht selbst verantwortlich. Die „Rampensau“ des vorigen Jahres, Engel Hettwich, hatte Wings nämlich für die Sendung vorgeschlagen. Nach eingehender Prüfung, die „Der Lange“ natürlich auch nicht mitbekommen hat, lag dann im Dezember eine Einladung zur Sendung im Briefkasten. Geahnt hat Wings davon nichts. Und das, obwohl er mit „Engel Hettwich“ (Hedwig Sieberichs) 2013 beim großen Weihnachtsspecial auf der Bühne stand und vorher viele Monate mit ihr geprobt hatte.

„Ich bin mächtig stolz darauf, dass ich dort als erster Büttenredner Eschweilers überhaupt auftreten durfte“, sagt Wings. Dementsprechend nervös war er vor der Aufzeichnung der Sendung im Eltzhof zwischen Köln und Bonn. 40 bis 50 Mitarbeiter waren neben den 300 Zuschauern und den Konkurrenten vor Ort.

Neben Wings sind in der ersten von zwei Folgen Ruhrpott-Ikone Markus Krebs, „Et Klimpermännche“ Thomas Cüpper aus Köln und „Liselotte Lotterlappen“ alias Joachim Jung aus dem tiefen Süden von Nordrhein-Westfalen zu sehen. Das Publikum stimmt auf Bierdeckeln über den Sieger ab.

Ganz zu schweigen von der Prominenz im Saal. Marc Metzger als Moderator, die Band Kasalla sorgte für Musik und sogar Urgestein Hans Süper war dabei. Und natürlich die Paten der Büttenredner, beispielsweise Jürgen Beckers. Die Vorgabe für Wings und seine Konkurrenten war klar: Jeder hatte sieben Minuten Redezeit. Die Rede musste vorher bei der Produktionsleitung eingereicht werden.

„Für mich ist es eine absolute Ehre, dass ich meine Heimatstadt Eschweiler so vertreten darf“, sagt Alfred Wings. Die Nervosität nahm er da gerne in Kauf. „Wenn man sich vergegenwärtigt, dass da vielleicht Hunderttausende zuschauen, ist das schon etwas Besonderes“, sagt Alfred Wings und ergänzt: „Ich bin nicht hängengeblieben.“

Von der Atmosphäre bei der Show war Alfred Wings angetan. Marc Metzger sei „völlig nett und freundlich“ gewesen, trotz der Konkurrenzsituation sei alles kameradschaftlich verlaufen. „Wir wurden alle behütet durch die Runde getragen“, sagt Wings.

Die Show wurde nicht gleich beim ersten Mal aufgezeichnet. Bereits zwei Tage vorher mussten die Kandidaten zu Probeaufnahmen erscheinen, direkt vor der Aufzeichnung standen weitere Proben an. Eine neue Situation für den Inde-städter, kennt er solche ausgedehnten Probeläufe vor seinen Bühnenauftritten doch nicht.

Alfred Wings weiß natürlich schon, wer in der ersten Erfolge gewonnen hat. Verraten darf er das selbstredend noch nicht. Jeder Interessierte kann sich das Ergebnis aber Sonntagabend ansehen.

(tob)