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Eschweiler: Auf dem Dach des Rathauses wird Honig angebaut

Honig vom Rathausdach : Eschweilers bekannteste Insekten erneut auf Erfolgskurs

Schon zum dritten Mal wurde nun auf dem Eschweiler Rathausdach Honig geerntet. Etwa 240 Gläser Stadthonig sollen Anfang September an der Infotheke im Rathaus in den Verkauf gehen.

In Zeiten der Coronavirus-Pandemie kann ein Besuch von drei Männern in weißer Schutzkleidung leicht ein mulmiges Gefühl auslösen. Im Eschweiler Rathaus gab es dazu jedoch keinerlei Anlass – handelte es sich bei den Männern in weiß doch um die Imker Patrick Frenkel, Wolfgang Noack und Wolfgang Zylus. Anlass ihres Besuchs war die diesjährige Ernte des Eschweiler Stadthonigs.

Insgesamt gut 120 Kilogramm Honig haben die fleißigen Insekten vom Eschweiler Rathausdach in diesem Sommer gesammelt. Damit fällt ihr Arbeitsnachweis etwas geringer aus als im Vorjahr. 2019 gab es mit 140 Kilogramm nämlich eine außer-gewöhnlich große Ausbeute. Grund dafür war der witterungsbedingte frühe Beginn der Blüte mancher Pflanzen im vergangenen Jahr.

Zudem gab es in diesem Sommer etwas mehr Tage, an denen die Bienen aufgrund von Regen oder kühleren Temperaturen weniger aktiv waren. Somit gibt es für Imker Zylus keinen Grund, die Arbeitsleistung der schwarz-gelben Arbeiterinnen zu „rügen“. Im Gegenteil: Etwa 30 Kilogramm Honig pro Bienenstock – das macht insgesamt etwa 240 Gläser Stadthonig, die Anfang September an der Infotheke im Rathaus in den Verkauf gehen sollen.

Anders als im Vorjahr soll der diesjährige Rathaushonig wie schon 2018 wieder in Portionsgrößen von 500 Gramm pro Glas angeboten werden. Gesamtkosten pro Glas: 8 Euro. Davon entfallen 2,50 Euro erneut als Spende für einen guten Zweck und 50 Cent als Gläserpfand.

Bis der Honig verkaufsfertig ist, stehen für Zylus und seine Kollegen jedoch noch einige Arbeitsschritte auf dem Programm. Vor allem gilt es, die Ernte zu schleudern und in die Gläser abzufüllen. Doch auch die Bienen selbst erfordern in den kommenden Tagen noch einmal große Aufmerksamkeit seitens der Imker.

Mit dem sogenannten „Teilen und behandeln“ sollen die einzelnen Völker in mehreren Arbeitsschritten von eventuellem Befall durch die schädliche Varroamilbe befreit und fit für die Winterzeit gemacht werden. Nur so kann die Grundlage dafür geschaffen werden, dass Eschweilers bekannteste Insekten auch im nächsten Sommer wieder Höchstleistungen erbringen können.

(red)