Eschweiler: 27 Kegelteams am Start

14. Sparkassencup der Kegler : Beim Kegelmarathon stand bei allem Ehrgeiz der Spaß im Vordergrund

Fünf Runden? Manch einer hat wohl die doppelte Anzahl absolviert. Nach acht Stunden und über 40 Kegelpartien standen die Siegermannschaften des 14. Sparkassencups in Eschweiler fest.

Vier Kegler pro Team, das war fast die einzige Bedingung, mit der 27 Mannschaften beim 14. Sparkassencup an den Start gingen. Am Samstag um 12 Uhr fiel der Startschuss im Kegelcenter Knickertsberg, die Stimmung war ausgelassen, obwohl der Sommer sich noch einmal von seiner sonnigen und warmen Seite zeigte.

Während also manch einer das milde Wetter ausnutzte und zwischen Pool und Weinschorle das Wochenende genoss, eiferten die Kegler im Untergeschoss des Kegelcenters, das acht Bahnen zählt, um die Medaillen und Pokale des Sparkassencups.

Der Vorteil, dass es im Keller auf den Kegelbahnen noch relativ kühl war im Vergleich zu draußen, wurde ausgenutzt. Sportlicher Ehrgeiz mischte sich vor allem im Finale mit einer lockeren Gelassenheit, das machten bereits die Namen der Finalisten deutlich. „Freitagsleber“, „Puddelkönige“ und „Ohne Daddy“ – klar, man will eine gute Holzzahl erzielen, doch was auch zählt, das ist die muntere Gemeinschaft.

Damen, Herren und Mixed – das waren die Kategorien, in denen gekegelt wurde. Jeweils vier Kegler pro Team, bei den gemischten Mannschaften jeweils zwei Damen und Herren, wurden ins Rennen geschickt. Jeder Sportler hatte einen bestimmten Platz auf der Setzliste und konkurrierte mit dem Teilnehmer der gegnerischen Mannschaft, der den gleichen Listenplatz hat.

Die Mixed-Teams setzten sich nicht nur aus beiden Geschlechtern zusammen, sondern es vereinten sich hier größtenteils auch solche Spieler, die parallel auch noch in den Damen- und Herrenmannschaften an den Start gingen. So absolvierte manch einer einen richtigen Kegelmarathon über acht Stunden. Dass da die ein oder andere Zerrung passierte, war bedauerlich. „Zum Glück – und das ist bisher noch nie passiert – hat sich niemand schlimmer verletzt, der Krankenwagen blieb also fern.“, freute sich Dieter Fröhling, Mitorganisator des Sparkassencups.

Nach der Vorrunde und den Viertel- und Halbfinals standen die Finalisten fest. Nachdem auch in den Spielen um Platz drei und vier noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert wurden, wurde es schließlich bitterernst. Doch davon ließ sich auch in den Finalbegegnungen kaum einer etwas im Kegelcenter anmerken. Die Freude stand auch hier im Vordergrund, ebenso, als Renate Jansen von der namensgebenden Sparkasse die Siegerehrung durchführte. Medaillen wurden ausgehändigt und die Pokale an die Siegerteams überreicht. Ganz vorne lagen am Ende bei den Damen die „Öppiköttis“, bei den Herren die „Kugelblitze“ und im Mixed die „Freitagsleber“.

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