Eschweiler: Erwin Grosche ist seit 40 Jahren der Magier des Minimalen

Eschweiler: Erwin Grosche ist seit 40 Jahren der Magier des Minimalen

Mit „Der Abstandhalter. Annäherung an Menschen, Tiere und Dinge.“ möchte Erwin Grosche am Samstag, 9. September, 20 Uhr, sein Publikum im Talbahnhof bezaubern. In seinem neuen Programm schärft der Magier des Minimalen mit seiner ganz eigenen Art unseren Blick für die kleinen Begebenheiten des Daseins.

Von einer anrührenden Asthetik sind die Bilder, die der Paderborner Kulturpreistrager entwickelt. Grosche steht einzig da mit seiner Kleinkunst. Seit mehr als 40 Jahren lehrt der Paderborner sein Publikum das Staunen uber alltagliche Dinge. Er spielt dabei zarte Tone auf einem kleinen Kinderklavier, singt zum Akkordeon oder brummt zur Maultrommel.

Der Paderborner ist der Schopfung auf der Spur und schafft sich seinen eigenen Kosmos. Auszeichnungen bekam er schon reichlich, den Deutschen Kleinkunstpreis nahm er gleich zwei Mal entgegen. Er ist der bestandige Geheimtipp derer, die bereit sind, sich verzaubern zu lassen. Das ist hochst unterhaltsam, überraschend, tiefgängig und macht glucklich.

Symbolik des Streuselkuchens

„Das kennen sie doch auch, dieses Schild bei der Sparkasse: „Bitte Abstand halten“. Ich rufe dann immer, wieso, ich dachte Geld stinkt nicht.“ In Finnland ist der Korper-abstand bei Gesprachen circa 80 Zentimeter, in Deutschland circa 60 Zentimeter. Nur der Paderborner Erwin Grosche besteht auf einen Abstand von genau zwei Metern.

Da wird (endlich) die Symbolik des Streuselkuchens erklart, uber das Ausgleiten in Dusche und Bad philosophiert, ein Wasserhut wird vorgestellt und wertvolle Tipps gegeben, wie man ein Leben aus der Ferne fuhren kann. Typisch Grosche eben.

„Meine Frau und ich sind seit dreißig Jahren glucklich verheiratet, aber wir sehen uns auch nur zwei Mal im Monat.“

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