Eschweiler: Erinnerungen an Lohn & Co.

Eschweiler: Erinnerungen an Lohn & Co.

1910 war der Beginn des Braunkohletagebaus im Eschweiler Raum durch die BIAG Zukunft. Der Aufschluss des Tagebaus Zukunft zwischen Eschweiler und Hehlrath fand am 4. November 1935 statt. Wegen des Zweiten Weltkriegs kam der Tagebau Zukunft im Oktober 1944 zum Erliegen.

Der Kohlenstock fing Feuer und brannte bis August 1945. Die Betriebsanlagen wurden weitgehend zerstört.

Um 1960 entstand dieses Bild der Kirche in Fronhoven. Foto: Eschweiler Geschichtsverein

Am 1. Februar 1946 nahm die BIAG Zukunft die Förderung wieder auf. Von 1971 bis 1973 erfolgte auf dem Rittergut Hausen die Sammlung archäologischer Funde auf der Aldenhovener Platte. Das Rittergut wurde am 14. Mai 1976 abgerissen und in Brand teilweise wieder aufgebaut. Im November 1973 war die Rekultivierung des Tagebaus am westlichen Rand bis zur Kinzweiler Burg fortgeschritten.

Der Bauernhof Müller in Lohn, aufgenommen im Jahr 1955 Foto: Eschweiler Geschichtsverein

Andererseits wurde im östlichen Teil im April 1974 die 1904 als Filialkirche der Pfarre Lohn gebaute katholische Kirche in Fronhoven abgerissen. 1984 wurden die zwölf Bewohner von Fronhoven-Ost umgesiedelt. Die Beendigung der Braunkohlenförderung auf Eschweiler Gebiet war am 3. September 1987, nachdem der Tagebau Zukunft-West 530 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert hatte. Am 26. Januar 1983, als das Ende des Tagebaus absehbar war, gründeten Aldenhoven, Alsdorf, Eschweiler und Würselen die Trägergesellschaft für den Blausteinsee, der aus dem Tagebaurestloch entstanden ist.

Das Kraftwerk Weisweiler, aufgenommen am 19. Mai 1962. Foto: Eschweiler Geschichtsverein
(tob)