Eschweiler: Engelbert Hoppe stirbt im Alter von 88 Jahren

Eschweiler: Engelbert Hoppe stirbt im Alter von 88 Jahren

Er legte den Grundstein, zeichnete für den Auf- und Ausbau verantwortlich und hauchte der Realschule Patternhof den Geist ein, für den sie auch heute noch über die Grenzen der Stadt Eschweiler Anerkennung erfährt.

Von der Gründung im Jahr 1957 bis 1989 leitete Engelbert Hoppe als Realschuldirektor die Schule an „seinem“ Patternhof. Am vergangenen Donnerstag verstarb er im Alter von 88 Jahren.

Geprägt von der Gefangenschaft

Geprägt wurde Engelbert Hoppe, so unglaublich es auch heute klingen mag, vor allem von seinen Jahren in britischer Kriegsgefangenschaft, die er mehr als „Friedensgefangenschaft“ verstand, schließlich legte er während ihr unter anderem das Abitur ab und absolvierte sein Grundschullehrer-Studium, das er 1947 mit dem Examen abschloß. „In diesen Jahren wurde mir vermittelt, was Demokratie, Freiheit und Völkerverständigung bedeutet“, betonte er stets.

Gerade für letztere setzte er sich in den Folgejahren unermüdlich ein. Bereits im Jahr 1952 befasste sich der damalige Lehrer der Volksschule Hehlrath mit einem Schüleraustausch zwischen Großbritannien und Deutschland. Im Jahr 2006 besuchte der gebürtige Inde­städter nach jahrzehntelanger Abstinenz die Kanalinsel Jersey, wo er von Mai 1944 bis zum Kriegende stationiert war und — obwohl Besatzungssoldat — Freundschaften schloss, und wurde mit offenen Armen empfangen.

Zu den großen Leidenschaften des fünffachen Vaters und elffachen Großvaters gehörte der Sport, besonders die Leichtathletik. Zahlreiche internationale Sportfeste organisierte er gemeinsam mit seinem Freund Hans-Cornel „Männ“ Dohmen im Eschweiler Waldstadion, bei der internationale Stars antraten.

Die feierlichen Exequien werden am heutigen Dienstag um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul gehalten. Anschließend findet die Beerdigung auf dem katholischen Friedhof Dürener Straße statt.

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