Eschweiler: Emotionaler Auftakt mit zukünftiger Tollität Marco Zimmermann

Eschweiler: Emotionaler Auftakt mit zukünftiger Tollität Marco Zimmermann

Männer vergießen Tränen, ihre Stimmen versagen - da schreibe noch jemand, bei Karneval gehe es nur lachend und laut zu. Besinnliche Momente sind es, die am Fuße des Rathauses am Sonntagmorgen Hunderte berühren.

Die Hauptakteure auf der Bühne: Ex-Prinz Stefan Franzen und sein Zeremonienmeister Dieter Braun sowie ihre designierten Nachfolger Marco Zimmermann und Hans-Willi Huth.

Vor allem die zukünftige Tollität unterstreicht, dass Karneval für ihn eine Herzensangelegenheit ist. So ganz sprachlos bleibt der Rote Funke Marco Zimmermann jedoch nicht: „Ich lebe meinen Traum und ihr erlebt ihn mit. Herzlich willkommen auf unserer Reise durch unseren Traum!”, ruft er dem närrischen Volk zu.

Erstmals vor dem Rathaus - der Umbau der Marienstraße machte es erforderlich - führt Komitee-Präsident Norbert Weiland souverän durch das kurze, aber knackige Programm zum Auftakt vom Tag des Eschweiler Karnevals. Der Spielmannszug (Leitung: Hans Krott) und der Musikzug (Leitung: Wolfgang Krieger) der Freiwilligen Feuerwehr begleiten die Standartenträger aller Gesellschaften auf die Bühne. Die KG Rote-Funken-Artillerie schickt als Prinzengesellschaft gleich mehrere Akteure: die Funkentöchter, Tanzmarie Julia Krieger, die Wachkapelle und der Regimentsspielmannszug unter der Leitung von Guido Deutschle, die Funkenwache mit Marketenderin Sabrina Cardung und natürlich die Original Eschweiler.

Zum letzten Mal wendet sich Stefan Franzen ans Publikum: „Ein Roter Funke geht, ein Roter Funke kommt, ein Roter bleibt: Bürgermeister Rudi Bertram”, fasst er die Ereignisse der vergangenen Monate zusammen. Ein Paar Tränen fließen in diesem Moment. Als Zeichen seines Abschieds verpasst ihm Norbert Weiland einen Zylinder in „Einheitsgröße”, der bei der Ex-Tollität sogar die Ohren und Augen halb verdeckt.

Der Morgen am Rathaus gehört aber eindeutig dem neuen Gespann an der Spitze der Eischwiele Fastelovend: Marco Zimmermann und Hans-Willi Huth, die gleich beim „schmucke Prinz” ihr ganzes Temperament entzünden. Die Welle der Sympathie schwappt dermaßen zurück, dass es Zimmermann schier die Sprache verschlägt: „Es ist einfach fantastisch.” Mit Tränen in den Augen freut er sich auf „wundervolle sechs Wochen nach Advent und Weihnachten”.

Einen närrischen Geburtstag feiert das Jecke-Tön-Projekt: Vor elf Jahren versammelte Christian Leuchter die Eschweiler Mundartbans zum ersten Mal um sich. An diesem Morgen präsentieren De Fröngde, De Kröetsch und die Inde-Singers ihr neues Lied „Du, uns Eischwiele”, eine Hommage an die Heimatstadt Eschweiler. Nicht nur Komitee-Präsidenten Norbert Weiland registriert eine „Gänsehaut” bei dieser Ballade. Der emotionale Karnevalsauftakt endet standesgemäß mit Fanfarenklängen der Original Eschweiler.