Eschweiler: Ein Schandfleck verschwindet zu Gunsten von Wohnhäusern: Der Eissporthalle droht schon bald die Abrissbirne

Eschweiler : Ein Schandfleck verschwindet zu Gunsten von Wohnhäusern: Der Eissporthalle droht schon bald die Abrissbirne

Die Zeiten, als die Grizzlies hier gegen Eishockeyteams aus halb Deutschland antraten und Tausende von Fans begeisterten, sind lange vorbei. Auch Schulsport auf dem Eis ist Vergangenheit, und die Freizeiteisläufer haben schon lange die Schlittschuhe abgeschnallt. Seit Jahren steht die Eissporthalle an der August-Thyssen-Straße leer.

Nachdem andere Verwendungen (wie eine Nutzung als Flohmarkthalle) nicht realisierbar waren und der Qualität des Standorts in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt, zu Schulen, Sportanlagen und Einkaufsmöglichkeiten auch nicht gerecht geworden wären, schlägt nun das letzte Stündlein der Halle: Sie soll abgerissen und durch Wohnbebauung ersetzt werden. Eigentümer Markus Dohmen hat den Antrag auf Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans gestellt. Der Beschluss soll in der nächsten Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses im Juni gefasst werden.

Mit der Planung hat Dohmen den Aachener Stadtplaner und Architekten Professor Joachim Loseck beauftragt, zu dessen Kunden der Aachen-Laurensberger Rennverein und die Adam Opel AG ebenso zählen wie das Bistum Aachen, das Bundesamt für Bauen und Raumordnung, Bonn, die Deutsche Welle, Bonn, das Domkapitel Aachen, das Erzbistum Köln, Mercedes Benz und die Ruhr-Kohle AG. Wie Bürgermeister Rudi Bertram ist auch der Technische Beigeordnete Hermann Gödde froh, den Schandfleck Eishalle loszuwerden: „Es gab da einige dicke Bretter zu bohren, aber jetzt soll die Sache zügig vonstatten gehen.“

Ab nächstem Jahr soll auf dem Gelände zwischen Schwimmhalle, Jahnbad und August-Thyssen-Straße mehrgeschossig gebaut werden.

(rpm)