Eschweiler: Ein Gewerbegebiet statt sieben Hügel

Eschweiler: Ein Gewerbegebiet statt sieben Hügel

Das grün bemalte Holzmodell mit den Hügeln, Wanderwegen und kleinen Teichen gibt es noch. Etwas verstaubt ist das Freizeitgelände auf der hölzernen Tafel, das Grün ist ausgeblichen.

„Mit diesem Modell sind wir Anfang der 80er Jahre in die Bürgerversammlungen gezogen”, erinnert sich Karl Rambadt. Den skeptischen Bürgern aus Kinzweiler und Warden wurde damals gezeigt, wie das Gelände am Nordwestrand der Stadt Eschweiler einmal aussehen soll, in ferner Zukunft, wenn die dann längst volle Mülldeponie rekultiviert ist. So um das Jahr 2010 herum.

Jetzt ist die Deponie längst voll, die Rekultivierung läuft. Wird das Gelände so, wie es damals den Bürgern gezeigt worden ist? Nein, sagt Karl Rambath, heute Technischer Leiter der AWA Entsorgung GmbH, die Betreiber der einstigen Deponie ist. Aber: „Das Neue ist nicht so schrecklich anders.”

Bei näherem Hinsehen schon. Statt der „sieben Hügel von Warden”, wie es damals hieß, soll es nur einen großen geben - eine Art Satteldach über dem Deponiekörper. Ob das Gelände der Bevölkerung zugänglich gemacht wird, ist noch nicht sicher. Wanderwege sind in der Planung nicht zu sehen. Der größte Unterschied allerdings ist: Der südliche Teil des Deponiegeländes, zehn der insgesamt 43 Hektar Fläche, soll nicht wieder der Natur übergeben werden. Die AWA plant dort ein Gewerbegebiet, das ELC (Entsorgungs- und Logistik-Center).

Die neue Planung, so versichert Karl Rambadt, sei mit dem Vorstand der „IG Wardener Bürger” abgestimmt. Wichtig sei: „Die Wardener blicken nur auf Grün”. Auch von Kinzweiler aus soll es fast unbemerkbar sein. Hohe Sicht- und Lärmschutzwälle schirmen das ELC-Gebiet ab.

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