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„Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms

Probe zur Aufführung : „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms

Jeremy Hulin bringt selbst die Zeitrechnung ins Wanken: „Die `ewige Freude´ sollte nicht länger als ewig dauern. Ewig ist relativ“, betonte der Leiter der Städtischen Musikgesellschaft während des Probentags am Samstag augenzwinkernd in Richtung „seiner“ Instrumentalisten und Sänger.

Für die Musiker wird die Zeit langsam knapp, schließlich steht am kommenden Samstag, 23. November, die Aufführung von „Ein deutsches Requiem“ auf dem Programm.

Um 19 Uhr wird in der Pfarrkirche St. Peter und Paul der erste Takt des Meisterwerks von Johannes Brahms erklingen, das der Komponist (1833 bis 1897) in den Jahren 1861 bis 1868 erschuf und das als Gesamtwerk am 18. Februar 1869 im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt wurde.

„Dieses Werk war vor Beginn der Proben vor rund einem halben Jahr Neuland für mich und somit ein Loch in meiner musikalischen Biographie“, betont Jeremy Hulin und macht deutlich, wie viel ihm die Aufführung in wenigen Tagen bedeutet. Nahezu jeder, der das deutsche Requiem höre, werde von der Schönheit der Komposition in den Bann gezogen. „Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1865 stellte die Vollendung des Werks für Brahms ein Schlüsselerlebnis dar. Die Komposition steckt voller Herzblut und spendet dennoch oder gerade deswegen sehr viel Trost“, so der Dirigent. Sei ein Requiem oft von „Düsternis“ geprägt, dominiere bei Brahms die Wärme.

Diese Wärme in die Herzen der Zuhörer zu transportieren, sei Aufgabe und Ziel des Orchesters und des Chors der Städtischen Musikgesellschaft, die während des Konzerts Verstärkung durch die Solisten Larisa Akbari (Sopran) und Götz Seiz (Bariton) erhält. „Ich glaube fest daran, dass die Aufführung etwas Besonderes wird“, blickt Jeremy Hulin mit Vorfreude dem Samstagabend entgegen.

Bis dahin liegt allerdings noch die eine oder andere Probe samt Generalprobe am Freitag in der Pfarrkirche St. Peter und Paul vor den rund 100 Konzertmitwirkenden. „Das deutsche Requiem verlangt absolute Präzision und Konzentration. Am Anfang steht Arbeit, die immer mehr in pure Freude übergeht“, so die Wahrnehmung von Jeremy Hulin. Freude, die ein einmal mehr aufgeschlossenes Eschweiler Publikum zu spüren bekommen soll. Karten für das Konzert der Städtischen Musikgesellschaft kosten für Erwachsene 12 Euro, für Studenten und Schwerbehinderte jeweis 7 Euro. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Erhältlich sind Karten im Geschäft „Büroausstatter Weyermann“, Grabenstraße 25. Vorbestellungen sind möglich unter der E-Mail-Adresse thomas.graff@t-online.de.

(ran)