Eschweiler: Dürwisser Kinder entdecken ihre künstlerische Ader

Eschweiler: Dürwisser Kinder entdecken ihre künstlerische Ader

Zum Zentrum einer Kunstausstellung wurde jetzt das evangelische Gemeindezentrum Dürwiß. Zehn talentierte Kinder präsentierten dort ihre selbstbemalten Leinwände. Das Thema war „Malen nach Erinnerung“, wobei die Kinder Erinnerungen aus ihrem Leben malen sollten.

„Es soll eine Reise durch das bisherige Leben der Kinder sein“, sagt Melanie Lumma, Jugendmitarbeiterin der evangelischen Kirchengemeinde. Die Kinder konnten sich nach einer Ausschreibung für das Kunstprojekt von Melanie Lumma bei der Kirchengemeinde melden, so dass am Ende zehn Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren zusammenkamen. „Ich möchte den Kindern die Kunst nahebringen, auch um sich selbst zu finden“, sagt die Jugendmitarbeiterin. „Malen nach Erinnerung ist dafür ein geeignetes Thema.“

Die Künstler vor ihrer ersten Vernissage.

Die Kinder und die Jugendarbeiterin trafen sich seit einigen Wochen einmal in der Woche eine Stunde lang um die Bilder fertig zu stellen. „Die Kinder haben sich so viel Mühe mit den Bildern gegeben, sie sind sehr kreativ und einfallsreich“, so Melanie Lumma. Die Vernissage findet in diesem Maße zum ersten Mal im Gemeindezentrum statt. Melanie Lumma plant jedoch schon das nächste Kunstprojekt für das nächste Jahr. Es soll um sogenannte „Nanas“ gehen, Bildern von sinnlichen, farbenfrohen und voluminös gestalteten weiblichen Körpern mit überdimensionalen Geschlechtsorganen. „Nana“ ist ein vieldeutiger Begriff aus dem Französischen für eine moderne, selbstbewusste Frauengestalt.

Zu der Vernissage kamen die Familien und Freunde der jungen Künstler, um die Kunstwerke zu betrachten. Es gab außerdem ein kleines Büfett und Getränke. „Es würde mich freuen, wenn mehr Kinder an Kunst interessiert wären“, wünscht sich Melanie Lumma. „Es hat so viel Spaß gemacht.“

Neben den großen Leinwänden hängt jeweils eine Beschreibung des Bildes. Die Kinder sollten ihre erste Erinnerung aus der Kindheit malen, ein Symbol oder eine Erinnerung für die Mutter und den Vater, ihr eigenes Ich, Angsterinnerungen und ihre Zukunftsvision. Jedes Bild ist individuell und einzigartig. „Die Kinder haben so viel Selbstinitiative gezeigt, ich bin sehr beeindruckt und freue mich aufs nächste Jahr“, erzählt Melanie Lumma.

(scl)
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