Eschweiler-Dürwiss: „Dürwisser Jonge“: Runter vom Platz, rauf auf die Kegelbahn

Eschweiler-Dürwiss : „Dürwisser Jonge“: Runter vom Platz, rauf auf die Kegelbahn

60 Jahre Freundschaft und Kegelsport — das feierten nun die „Dürwisser Jonge“ in der Gaststätte „Bei Kelche“. 1958 hatten sich 14 Gründungsmitglieder entschlossen, die Kameradschaft, die während der gemeinsamen Zeit in der A-Jugend von FC Germania entstanden war, in einem Kegelclub weiterzuführen.

So kamen nun alle Mitglieder mit ihren Frauen zusammen, um noch einmal zurück zu blicken und bei leckerem Essen und guter Musik einen schönen Abend miteinander zu verbringen.

Bei „Hannche“

Am 28. März 1958 hatte bei „Hannche“ in der Dürwisser Gaststätte Schröteler die Gründungsversammlung der Dürwisser Jonge stattgefunden. Gegründet wurde der Kegelclub von Wilhelm Göbbels, Heinz Clermont, Arnold Siegers, Heinz Adolf Clermont, Karl Reinhard, Hubert Willms, Bernhard Knöbbiche, Andreas Hahn, Laurenz Plum, Matthias Breuer, Werner Rhuske, Franz Kappes, Arnold Claßen und Fritz Claßen.

Auch wenn man den jungen Männern damals sagte, der Kegelclub werde nicht lange halten, so bewiesen sie das Gegenteil: Heute noch sind mit Heinz Clermont, Andreas Hahn, Heinz Adolf Clermont, Laurenz Plum, Matthias Breuer und Arnold Claßen sechs Gründer immer noch mit Freude dabei.

Zudem kamen im Laufe der Jahre weitere Mitglieder hinzu, die den Dürwisser Jonge ebenfalls schon lange die Treue halten: Siegfried Cantoni ist 59 Jahre dabei, Dieter Florenkowsky, Günter Dickmeis und Hubert Bläser schon über 40 Jahre und Peter Stopka seit 29 Jahren. Mit „nur“ 25 Jahren Mitgliedschaft stieß Hubert Öllers als letzter zum Kegelclub hinzu. Karl Vigna ist das erfolgreichste Mitglied: Er wurde in den Jahren 1988 und 2000 jeweils Kegelkaiser.

Gerade in den ersten Jahren des Kegelclubs seien die Zu- und Abgänge groß gewesen, so erinnert sich Vorsitzender Laurenz Plum. Aber die damalige Vereinswirtin „Hannche“ habe viel dazu beigetragen, dass den Kegelbrüdern der Start nicht so schwer fiel. Damals habe es auch noch keine automatisierten Bahnen gegeben, sondern die Kegel wurden von Kegeljungen per Hand aufgesetzt — für zwei oder drei D-Mark pro Stunde.

Zehn Jahre nach ihrer Gründung wechselten die Dürwisser Jonge ihr Vereinslokal und kegelten fortan in der Gaststätte „Zum Alten Rathaus“, der sie bis heute die Treue halten. Somit feierte der Kegelverein nicht nur sein 60-jähriges Bestehen, sondern als längster dort kegelnder Club 50 Jahre Vereinslokal „Zum Alten Rathaus“. Das zehnjährige Bestehen beging der Kegelclub damals mit einer Kegelwoche, an der 18 Mannschaften teilnahmen.

In den Jahren 1972 bis 2011 nahmen die Dürwisser Jonge immer, also 40 Mal, an der jährlich stattfindenden Eschweiler Kegelstadtmeisterschaft teil. Im Jahr 2001 wurden sie in der Männer-Mannschaftswertung Stadtmeister und errangen von 1997 bis 2004 immer den 3. Rang. Neben dem Sport unternahmen die Mitglieder auch viele Kegeltouren. So ging es an die Mosel, ins Kleinwalsertal, aber auch nach Ischgl, Paris und Mallorca. Zum 25-jährigen Bestehen gingen die Dürwisser Jonge beim Eschweiler Rosenmontagszug mit.

Und natürlich wurden auch das 50-jährige und 55-jährige Bestehen groß gefeiert. Bevor Vorsitzender Laurenz Plum dann den gemütlichen Teil des Abends eröffnete, erinnerte er noch an zwei verstorbene Mitglieder: 2003 verstarb Heinz Spix und 2015 Martin Stevens, der ab 2002 einige Jahre auch Vorsitzender des Vereins zur Durchführung der Kegelstadtmeisterschaft war.

Die Dürwisser Jonge, so schloss Plum seine kurze Ansprache, würden sich solange noch alle 14 Tage zum Kegeln im „Alten Rathaus“ treffen, solange es die Gesundheit zuließe. Mögen es noch viele Jahre sein.

(zsa)