Eschweiler: Drei neue Supermärkte am Dürwisser Ortsrand

Eschweiler: Drei neue Supermärkte am Dürwisser Ortsrand

Mit dem Edeka-Markt Endt an der Jülicher Straße, einer Filiale der „Netto”-Supermarktkette und der benachbarten Tankstelle hat der 7400-Einwohner-Ort Dürwiß bereits einen Einkaufsschwerpunkt am südlichen Ortsrand.

Jetzt plant die Eschweiler „ZVM Bau-Bodenverwertung GmbH”, auf den südlich angrenzenden Ackerflächen weitere Märkte zu errichten.

Es handelt sich dabei um 3250 Quadratmeter Verkaufsfläche auf einem 13.000-Quadratmeter-Grundstück direkt neben dem Netto-Markt. Der Parkplatz soll 180 Autos fassen.

Das Supermarkt-Projekt ist besonders für den bestehenden Edeka-Markt wichtig. Er soll verlagert und erweitert werden. Mit 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche wird er dann der größte der drei geplanten Neubauten. Nummer 2 soll ein Lebensmittel-Discounter werden, mit 1100 Quadratmetern. Daneben ist noch Platz für einen 635 Quadratmeter großen Drogeriemarkt. Das frei werdende Gebäude des bisherigen Edeka-Marktes beziehungsweise das Grundstück könnten neu genutzt werden.

Das Projekt lag jetzt dem Planungs-, Bau- und Umweltausschuss des Stadtrats vor. Er zeigte sich grundsätzlich einverstanden mit der Planung und stellte die erste Weiche. Einstimmig beschloss der Ausschuss, eine Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg zu bringen und die Bürger frühzeitig an der Planung zu beteiligen.

Bisher sieht der Flächennutzungsplan an dieser Stelle nämlich keinen Einzelhandel vor. Das Gebiet zwischen Autobahn und dem Ortseingang von Dürwiß ist ein „Allgemeiner Freiraum- und Agrarbereich”, gleichzeitig ist dort ein „Regionaler Grünzug” vorgesehen. Standorte für großflächigen Einzelhandel sind nach den Grundsätzen der Landesplanung nur in so genannten „Allgemeinen Siedlungsbereichen” vorgesehen. Im Ortskern von Dürwiß ist allerdings, so argumentiert die Stadt, für das geplante Einkaufszentrum nirgends Platz.

Die Stadt wird deshalb nicht nur den Flächennutzungsplan ändern, sondern sich auch mit der Bezirksregierung Köln über ein größeres Dürwisser Nahversorgungszentrum abstimmen müssen. Drittens wird dann für die angestrebte „Sonderbaufläche Großflächiger Einzelhandel” ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt. Die Kosten für Gutachter, Planer und die Erschließung will der Projektentwickler beziehungsweise Investor tragen.