Eschweiler: Drei neue naturwissenschaftliche Räume: Waldschule verändert ihr Gesicht

Eschweiler: Drei neue naturwissenschaftliche Räume: Waldschule verändert ihr Gesicht

Bei den Haushaltsberatungen lobten sich die Kommunalpolitiker im Rat dafür, viel Geld in die Schulen zu stecken. Aktuell gehören vor allem in der Gesamtschule Waldschule Arbeiter zum Alltag. Der Lehrertrakt wurde komplett umgestaltet, die Fassade saniert, inzwischen ist die Modernisierung der ersten drei naturwissenschaftlichen Räume abgeschlossen.

Bis zu den Sommerferien sollen auch die restlichen drei Räume auf den neusten Stand gebracht werden. Es passiert viel — und die Arbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen. Schulleiter Joachim Herzog sieht die Entwicklung pragmatisch: „Wir sind nun in der Lage, den naturwissenschaftlichen Unterricht so zu gestalten, wie es der Lehrplan eigentlich vorgibt.“

Rasanter Fortschritt

Der technische Fortschritt, aber auch immer neue Erkenntnisse verlangen in seinen Augen nicht nur, dass sich Lehrer ständig fortbilden müssen, sondern auch die Räume entsprechend ausgestatten werden. Die nächste Herausforderung wird die neue IT-Ausstattung der Schule sein. Zwar ist vorgesehen, dass das Städtische Gymnasium als „Blaupause“ für die anderen weiterführenden Schulen in Eschweiler gelten soll, allerdings macht man sich in der Waldschule schon jetzt Gedanken, welche Anforderungen gestellt werden müssen. „Die Ausstattung mit schnellen Leitungen ist ein wichtiger Aspekt, aber wir müssen auch genau überlegen, welche Hardware wir einsetzen“, betont Herzog. Der rasante Fortschritt erfordere eine Entscheidung mit Weitsicht, da man nicht erwarten könne, dass die Schulen alle zwei Jahre neue Computer erhielten.

Sind für Um- und Ausbauten am Gebäude die Stadt und das Land Nordrhein-Westfalen zuständig, zeigt die Neugestaltung der Schulhöfe, dass auch Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen mit anpacken, um der Waldschule ein neues Gesicht zu geben. Schließlich ist auch es der Initiative von Eltern zu verdanken, dass sich die Schulhöfe seit eineinhalb Jahren kontinuierlich verändern. Bevor die Arbeiten dort begannen, waren die Schüler nach ihren Wünschen befragt worden. Nicht alle Vorschläge konnte man berücksichtigen — das Geld reichte nicht. Etwa 30.000 Euro steuerte der Förderverein der Schule zur Umgestaltung bei, weitere 30.000 Euro kamen von der Stadt Eschweiler. Diese Initiative hat sich in den Augen Herzogs gelohnt: „Die Schulhöfe spiegeln nun das pädagogische Leitbild besser wider.“ Die Umgestaltung ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen.

Nicht alles musste neu angeschafft werden, in vielen Fällen wurden bestehende Elemente genutzt. Dies ist auf dem Schulhof der 5. Schulklassen sichtbar: Die in die Jahre gekommenen Tischtennisplatten dienen nun als Tische. Damit die Kinder in den Pausen ihren Bewegungsdrang ausleben können, wurde ein Niedrigseilgarten installiert. „Diese Angebote erleichtern auch den Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule“, schildert Herzog.

Noch macht ein rot-weißes Flatterband im Flur deutlich, dass in der Schule weiter gebaut wird. In den drei fertiggestellten naturwissenschaftlichen Räumen findet wieder Unterricht statt, allerdings mit neuen Möglichkeiten. Zwar sind sie grundsätzlich multifunktional gestaltet und verfügen alle über moderne Präsentationsmöglichkeiten, allerdings bestehen Schwerpunkte. An Einzelplätzen können Schüler selbst im Chemieunterricht experimentieren, für zentrale Experimente bestehen drei fahrbare Glaskästen inklusive Absaugschlauch. Damit lässt sich modern unterrichten — oder besser: zeitgemäß.