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Eschweiler: Don-Bosco-Grundschule länger geöffnet

Eschweiler : Don-Bosco-Grundschule länger geöffnet

Nach der Eduard-Mörike-Schule soll zum neuen Schuljahr die Don-Bosco-Schule, Katholische Grundschule Stadtmitte, zur zweiten Offenen Ganztagsschule der Indestadt umgewandelt werden. e Diesen Beschluss fasste der Schulausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch.

Ebenso wurddie Verwaltung beauftragt, die notwendigen Schritte zur Umwandlung der Katholischen Grundschule Kinzweiler in eine Ganztagsschule spätestens zum Schuljahr 2006/07 zu veranlassen.

Zuschüsse

In Sachen Don-Bosco-Schule stehen allerdings die Zustimmungen der Schulkonferenz, des Kreises Aachen sowie die Genehmigung durch die Bezirksregierung noch aus. Da die Zuschüsse des Bundes allerdings bis Ende Januar beantragt werden müssen, war der Beschluss des Schulausschusses bereits jetzt nötig. „Unmittelbar nach den Weihnachtsferien wird die Schulkonferenz tagen”, versicherte Schulleiterin Ursula Norbisrath. Eine eindeutige Willenserklärung der Schulleitung, den Ganztagsbetrieb einzuführen, liegt bereits vor.

Das erarbeitete Konzept der Don-Bosco-Schule fand die Zustimmung aller Fraktionen. Geplant sind zwei Betreuungsgruppen für maximal 60 Kinder. Ähnlich wie an der Eduard-Mörike-Schule sollen die Kinder nach dem Unterrichtsschluss am Vormittag bis in die Mittagszeit versammelt und beaufsichtigt werden. Daran schließen sich Mittagessen und eine Ruhezeit an.

Am Nachmittag stehen die Hausaufgabenhilfe durch Lehrer oder Betreuerinnen, außerunterrichtliche Angebote aus dem musischen, sportlichen und kreativen Bereich nach Wahl, sowie Fördermaßnahmen auf dem Programm. Um 16 Uhr soll der Schulbetrieb schließlich enden. In den Ferien ist an ein Angebot gedacht, dass dem der Eduard-Mörike-Schule ähnelt. Eventuell wird es sogar gemeinsame Angebote geben.

„Die Meinung der CDU zur Offenen Ganztagsschule ist bekannt. Weiterhin wünschen wir, dass mehr Zeit zum Lernen verwandt wird und nicht nur zur Betreuung. Doch die Einführung an der Don-Bosco-Schule ist Elternwille, das Konzept durchaus überzeugend und scheinbar kostenneutral. Deshalb stimmen auch wir dem vorliegenden Beschluss zu”, erklärte Angelika Pohl für die CDU.

Barbara Olbrich von der UWG kritisierte die Zeiträume der geplanten Umwandlungen: „Eine Schule pro Jahr reicht nicht aus.” So müsse der Anbau eines Raumes an der KGS Kinzweiler, an dem die Einführung der Offenen Ganztagsschule bereits zum Schuljahr 2005/06 scheitert, doch möglich sein. „Da die investiven Mittel des Bundes für 2005/2006 bis spätestens Ende Januar beantragt werden müssen, aber noch viele Rahmenbedingungen zur Einführung der Offenen Ganztagsschule in Kinzweiler zu besprechen sind, reicht die Zeit nicht aus”, erwiderte Edmund Müller für die Verwaltung.

Positiv aufgenommen wurde der Vorschlag der Verwaltung, angesichts des weiteren Ausbaus der Ganztagsbetreuung innerhalb der nächsten drei Jahre eine sozialpädagogische Fachkraft mit einem Arbeitszeitanteil von 50 Prozent für die allgemeine Koordination aller Betreuungsgruppen einzuplanen. „Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, dem allerdings noch weitere folgen müssten”, erklärte Gerd Schnitzler, Schulleiter der KGS Kinzweiler.