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Eschweiler: Die Woche: Von Aspirin-Touristen und Amts-Aspiranten

Eschweiler : Die Woche: Von Aspirin-Touristen und Amts-Aspiranten

Das Telefon stand nicht still: Fast unentwegt beschwerten sich Apotheker über eine Äußerung von Dr. Renate Pohlen in unserem Bericht über die derzeitige Stimmung in Wartezimmern und Apotheken.

Zahlreiche Arzneimittel seien in den Niederlanden viel günstiger als hierzulande, hatte die Ärztin gesagt und betont, dass sie auch ihren Patienten den Weg über die Grenze empfehle.

Empörter Aufschrei

Dass dies zu einem empörten Aufschrei der Apotheker führen würde, war ihr bewusst. Die pochen darauf, dass manches Medikament diesseits der Grenze günstiger sei als jenseits. Mag sein. Näheres darüber werden Sie sicher in den nächsten Tagen in dem einen oder anderen Leserbrief erfahren.

Sollen Kunden doch hier wie dort das für sie günstigste Angebot nutzen, statt sich von Bürokraten und Lobbyisten gängeln zu lassen.

Freie Marktwirtschaft in einem vereinten Europa nennt man das, was hierzulande unter gesundheitsreformerischer Reglementierungswut zu ersticken droht. Und unter denjenigen, die in Belgien tanken und in den Niederlanden Kaffee holen, dürfte sicher auch der eine oder andere Apotheker sein.

Leerstände in der Einkaufsstraße

Des einen Freud, des anderen Leid: Das gilt auch für unseren Bericht über die derzeitigen und künftigen Leerstände in den Einkaufsstraße.

Die Inhaberin eines Kindermodegeschäfts, die ihren Laden-Mietvertrag in der Grabenstraße Mitte des Jahres auslaufen lassen will, bekam prompt ein halbes Dutzend lukrativer Angebote für ein anderes Geschäftslokal.

Dagegen sieht sich das Team von „Pepita” seither ständigen Rabattwünschen von Kunden ausgesetzt. Dabei schließt der Laden erst Ende August. Und wird sicher in den Wochen zuvor - aber nicht bereits jetzt - mit Sonderangeboten glänzen. Geduld, liebe Leser!

Gedulden - wenn auch nicht ganz so lange - müssen wir uns auch in einer anderen Frage: Wen schickt die CDU gegen Rudi Bertram ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters?

Blick nach Stolberg

In der Nachbarstadt Stolberg sind die Kandidaten gekürt: Die SPD, die zuletzt mit einem auswärtigen Kandidaten gegen den bodenständigen „Bronco” Siebertz keine Schnitte bekam, präsentierte jetzt mit Ferdi Gatzweiler ein Stolberger Urgewächs, das zudem ein erfahrener Verwaltungsmann ist.

Eschweilers CDU teilt mit Stolbergs SPD die Erfahrung, dass Auswärtige es schwer haben: Ekkehard Grunwald hatte bekanntlich gegen Rudi Bertram keine Chance. Einer aus den eigenen Reihen muss her. Man darf gespannt sein, wer das ist. Am Mittwochabend wollen die Christdemokraten das Geheimnis lüften.

Schönes Wochenende!