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Eschweiler-Dürwiß: Die Läufer trotzen der großen Hitze bei den „10 Kilometern von Dürwiß“

Eschweiler-Dürwiß : Die Läufer trotzen der großen Hitze bei den „10 Kilometern von Dürwiß“

Man hätte auf den Gedanken kommen können, dass der eine oder andere die „10 Kilometer von Dürwiß“ auf Grund der Temperaturen meidet. Weit gefehlt. 943 Teilnehmer — der jüngste (David Elias Breuer) gerade einmal ein Jahr alt und der älteste (Josef Schmülgen) 80 Jahre alt — machten sich am Samstag auf die verschieden langen Strecken durch Dürwiß.

Die Stimmung im Ort war einmal mehr großartig. Ein Vorgarten wurde sogar kurzerhand zu einem Strand umfunktioniert — mit echtem Sand und einem großen Pool.

Der Start der „10 Kilometer von Dürwiß“: Mehr als 550 Teilnehmer begaben sich auf die Strecke durch den Ort. Foto: Tobias Röber

Die größte Mannschaft

Die größte Mannschaft stellte in diesem Jahr das Team Lichtblicke, das 51 Läufer ins Rennen schickte, gefolgt von LG RWE Power (21 Teilnehmer) und DJK Jung Siegfried (19).

Los ging es bereits am frühen Nachmittag mit den Kleinsten, die sich auf die kurzen Strecken auf der Zehnthofstraße machten, angefeuert von vielen Zuschauern. Bei den Bambini ging der Sieg an Mathea Klauke von Borussia Inden, vor Nayla Temel von der Turnabteilung der Dürwisser Germania. Bei den Jungen hatte Louis Lannott (Germania Dürwiß Leichtathletik) die Nase vorne. Simon Dick (Jugendsport Wenau) und Jonas Schmidt (Sportfreunde Hehlrath) ließ er hinter sich. Aber bei den Kleinsten (und im Grunde auch bei fast allen anderen Teilnehmern) stand eh der Spaß im Vordergrund.

Für den sorgen — inzwischen schon traditionell — die vielen Zuschauer am Straßenrand. Für die Dürwisser und auch zahlreiche Gäste, ist der Volkslauf längst zu einer Party geworden. Am Straßenrand wird gegrillt, wie oben beschrieben kurzerhand eine Strandlandschaft „gebaut“ und mitunter riesige Musikboxen beschallen ganze Straßenzüge. an einigen Stellen sorgten die Zuschauer gar für eine Erfrischung für die Läufer. Schläuche waren über die Straße gespannt und Wasser rieselte auf die Athleten, die sich über das (kühle) Nass sicherlich freuten.

Beim Hauptlauf gab es bis zur Ziellinie ein spannendes Rennen um den Sieg. Abdelhadi El Hachimi (SMAC, Belgien) und Mansouri Noureddine (TuS Köln rrh.) lieferten sich einen engen Wettkampf. Erstgenannter kam nach 32 Minuten und elf Sekunden ins Ziel, lediglich vier Sekunden vor seinem Verfolger, der auch im Vorjahr Platz zwei belegt hatte. Dritter wurde Timo Küpper (LC Euskirchen), der nach 34:07 Minuten ins Ziel kam. Bester Eschweiler war Patrick Vonderhagen vom Ausrichter FC Germania Dürwiß Leichtathletik. Seine Zeit: 36 Minuten und elf Sekunden. Schnellste Frau war Christl Dörschel die nach 37:10 Minuten die Ziellinie überquerte. Sie wiederholte ihren Vorjahressieg.

Die Mannschaftswertung der Männer entschied Alemannia Aachen 1 für sich, vor LG RWE Power 1, Aachener TG 1 und Germania Dürwiß Leichtathletik 1.

Bei den Frauen dominierte Alemannia Aachen ebenfalls. Die Erstvertretung kam auf Platz eins, gefolgt von der 2. Mannschaft und DJK JS Herzogenrath 1. Germania Dürwiß Leichtathletik 1 kam auf Platz sieben.

Das Steigerlied

Bevor der Start zum Hauptlauf fiel, spielte Dieter Kaltenbach auf der Trompete für die Sportler: Zunächst das Steigerlied, dann die deutsche Nationalhymne.

Zuvor hatten sich auch wieder 50 Inliner auf den Weg durch den Ort gemacht, ein Wettbewerb, der nicht fehlen darf. Kurz darauf liefen gar einige Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern durch Dürwiß.

Ebenfalls traditionell am Start: Peter Borsdorff, der Mann, der unermüdlich Geld für den guten Zweck sammelt. Er ist mittlerweile 75 Jahre alt und war der viertälteste männliche Teilnehmer, der am Samstag die Laufschuhe schnürte.

3. August 2019

Die nächste Ausgabe des Volkslaufs findet am 3. August 2019 statt. Ein Ereignis, das schon jetzt bei vielen im Kalender steht.