Eschweiler: Die Indestädter werden älter und zahlreicher

Eschweiler : Die Indestädter werden älter und zahlreicher

Der demografische Wandel kommt. Genauer: Er ist bereits munter im Gange. Weniger Geburten, eine gestiegene Lebenserwartungen - Experten sprechen von der Überschreitung der Sterberate gegenüber der Geburtenrate.

Soziologen und andere Wissenschaftler analysieren Alterspyramiden, stellen Verschiebungen in der Altersstruktur fest, sprechen von kleineren Geburtskohorten. Viel Theorie, aber wenig Konkretes. Und vor allem: unübersichtliche Zahlenmengen.

Seit 2006 beschäftigt sich daher eine Arbeitsgruppe „Demografischer Wandel” damit, wie sich die Bevölkerungsentwicklung auf das Leben vor Ort in Eschweiler auswirkt.

„Man muss damit rechnen, dass die Menschen immer älter werden”, sagt Herbert Töll. Der Leiter der Gruppe, die auf einen Antrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen gegründet wurde, warnt allerdings davor, jedem neuesten Trend blind zu vertrauen. „Denn bei Studien zum demografischen Wandel handelt es sich um nichts anderes als um langfristige Prognosen. So weit kann kaum ein Mensch voraussehen.”

So habe die Sichtung der Daten für die Indestadt ergeben, dass es in den kommenden zehn Jahren vermutlich keine großen Veränderungen in der Zusammensetzung von jungen und alten Menschen geben wird. Zwar entspreche die Bevölkerungsentwicklung in Eschweiler der von Bund und Land, das heißt geringere Geburten- und höhere Sterberaten.

Durch die Zuwanderung neuer Mitbürger wird dieses Defizit bisher allerdings ausgeglichen. Mehr noch: Es ziehen mehr Menschen in die Indestadt, als sie verlassen. Zwischen 2001 und 2006 kamen durchschnittlich 2377 Personen (darunter 538 Ausländer) neu hinzu. Im Gegenzug kehrten durchschnittlich 2122 Personen (darunter 398 Ausländer) Eschweiler den Rücken.