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Angemerkt zur Heimatförderung: Die große Chance, Ideen umzusetzen

Angemerkt zur Heimatförderung : Die große Chance, Ideen umzusetzen

Bürgerbeteiligung ist wieder in Mode. Rund ums geplante Rathaus-Quartier soll es noch mindestens zwei Bürgerwerkstätten geben: eine, die sich unter anderem mit der Außendarstellung des Großprojekts befassen soll, und eine weitere, die die kleine Grünanlage rechts neben dem Rathaus und die angrenzende Inde samt Uferbereiche zum Thema macht.

Hinzu kommt, dass nicht zuletzt die Landesregierung den Begriff Heimat und alle damit verbundenen Werte wieder mehr ins Bewusstsein der Bürger bringen will – mit einem finanziellen Anreiz. Warum also nicht alle vier Dinge in Eschweiler verbinden? Also Bürgerbeteiligung, Rathaus-Quartier, Heimatgefühl und geschenktes Geld.

2000 Euro im Zuge des Heimat-Schecks klingen im Vergleich zu dem um die 70 Millionen Euro teuren Bauvorhaben nach Taschengeld. Aber der Clou ist, dass sich ein Großprojekt für zigtausend Euro in mehrere Bausteine zerlegen lässt, für die man dann einzeln einen Heimat-Scheck beantragen kann.

Wenn also 20 Vereine und Interessengemeinschaften in den kommenden Monaten ein Heimatprojekt rund um Quartier und Inde entwerfen, das 40.000 Euro kosten würde, könnten sie es in förderfähige 20 Bausteine zerlegen. Projekt umsonst. Ziel erreicht. Bei den Programmen Heimat-Werkstatt und Heimat-Zeugnis, bei denen es um mehrere Zehntausend Euro Förderung geht, lohnt sich ein Zusammenschluss noch mehr. Nicht allein der Förderung wegen, sondern weil viele Menschen mehr Ideen einbringen können – und es nicht die eine alles abdeckende Definition von Heimat gibt.

Staatssekretär Heinisch betonte am Dienstagabend, das nichts einfacher und günstiger sei, als Beleuchtungsprojekte umzusetzen. Auf der anderen Seite ist sich die Politik einig, dass das geplante Rathaus-Quartier kein eintöniger Block sein soll, der nicht in die teils denkmalgeschützte Umgebung passe. Die beiden Punkte liefern schon einmal einen Impuls, in welche Richtung die Eschweiler Vereine und Interessengemeinschaften (in Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung) denken können, um mit geschenktem Geld ihr Heimatgefühl zu stärken und ein Großbauwerk eines externen Investors zum Teil nach ihren Wünschen gestalten zu können.