Sonntagabendmesse: Die Gemeinden in Eschweiler laden zu besonderen Eucharistiefeiern ein

Sonntagabendmesse : Die Gemeinden in Eschweiler laden zu besonderen Eucharistiefeiern ein

Einmal im Monat möchten die Gemeinden in Eschweiler den heiligen Messen am Sonntagabend einen ganz besonderen Inhalt geben. Zu diesen besonderen Eucharistiefeiern, die am ersten Sonntag im Monat stattfinden werden, lädt die Gemeinde immer wieder Menschen ein, die im Rahmen eines persönlichen Zeugnisses während des Gottesdienstes „ihr“ besonderes pastorales Projekt vorstellen. Im Anschluss an die Messe wird es dann auch Gelegenheit zu Fragen, Austausch und Beisammensein mit den Referenten geben.

Bei der ersten dieser außergewöhnlichen Stadtabendmessen erwartet die Gemeinde Steffi Sieger-Bücken, die frühere Gemeindereferentin aus St. Peter und Paul. Am Sonntag, 7. April, wird sie um 18 Uhr in St. Antonius Röhe über den diözesanen Dialog- und Veränderungsprozess „Heute bei dir“ sprechen. Im Prozess „Heute bei dir“ werden die Weichen für die Zukunft unseres Bistums beraten. Bischof Dr. Dieser möchte den „Heute-bei-dir-Prozess“ vor allem als ein geistliches Geschehen verstehen, was leider oft zu wenig beachtet wird. Die Sonntagabendmesse für die ganze Stadt bietet sicherlich einen guten Rahmen, um gerade diesen Aspekt noch einmal in den Fokus zu rücken.

Da Steffi Sieger-Bücken als Mitglied im Koordinationsbüro direkt an der Quelle sitzt, wird sie darüber hinaus gerne über die aktuellen Entwicklungen des Prozesses sowie die weiteren absehbaren Schritte berichten können.

Für das neue Konzept dieser besonderen Stadtabendmessen am ersten Sonntag im Monat hat die Gemeinde den Namen „DIA-Abende“ gewählt. Damit ist jedoch kein Lichtbildvortrag gemeint. Es geht nicht um Foto-Negative, die durchleuchtet werden, sondern darum, herausragende pastorale Projekte in den Fokus und ins rechte Licht zu rücken, welche aus unserer Sicht deutliche Schritte auf dem Weg in die Zukunft unserer Kirche darstellen.

DIA setzt sich zusammen aus den ersten Buchstaben eines lateinischen Zitates aus dem Lukasevangelium: „Duc in altum“. Als Petrus nach vergeblicher Nachtarbeit erschöpft und müde die Hoffnung aufgeben will, da tritt Jesus auf ihn zu mit den Worten: „Duc in altum“ – Fahr hinaus auf die hohe See und werfe die Netze erneut aus!“ (vgl. Lk 5,4).

Petrus ist von Kindesbeinen an Fischer, er hat eine große Berufserfahrung und kennt sich aus in seinem Metier. Und doch geht er auf die Herausforderung Jesu ein, die ihm als Fachmann eigentlich aussichtslos erscheinen musste. Und für diese Kühnheit werden er und seine Helfer reich belohnt: „Sie warfen ihre Netze aus und fingen so viele Fische, dass die Netze zu reißen begannen.“ (vgl. Lk 5,6).

Pfarrer Michael Datené sagt dazu: „Ich bin überzeugt, dass unsere Kirche sich an genau demselben Punkt befindet wie Petrus. Ehrenamtliche und Hauptamtliche, wir alle haben uns mit Sachverstand, mit wissenschaftlich-fundiertem Fachwissen, mit langjähriger Erfahrung und mit all unserem guten Willen engagiert, „die ganze Nacht gefischt“. Und trotzdem: Die Zahl der praktizierenden Gläubigen nimmt ab, wir haben zu wenige Seelsorger, zu wenige Priester, wir schließen Kirche. Es scheint, als ob alle Anstrengungen, die Kirche voranzubringen, wenig Erfolg zeigen. Und genau in dieser Situation sagt uns Jesus: „Fahr noch einmal hinaus auf die hohe See – duc in altum!“ Geht dahin, wo es am Tiefsten ist, am Unsichersten, werft die Netze erneut aus. Ich persönlich erlebe, dass wir in unserer Kirche, in unserem Bistum, vor allem hier in Eschweiler genau diesem Wort Jesu entsprechend eine ganze Menge neue pastorale Ansätze entwickeln und umsetzen. Wir werfen die Netze aus, wir folgen der Herausforderung Jesu und wir vertrauen, dass er die Netze füllen wird. Damit stehen wir weiterhin.“

Duc in altum heißt wörtlich übersetzt: Fahr hinaus auf die Höhe – das passt zu der oben auf dem hohen Berg gelegenen Kirche St. Antonius in Röhe. Die neu terminierte und verortete Sonntagabendmesse für die ganze Stadt bietet so eine ideale Möglichkeit, regelmäßig immer wieder einzelne pastorale Entwicklungen und Projekte zu beleuchten nach dem Motto: „Tu Gutes und sprich darüber.“

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