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Eschweiler-Dürwiß: Die Eschweiler Mundart spielt noch eine große Rolle

Eschweiler-Dürwiß : Die Eschweiler Mundart spielt noch eine große Rolle

„Do bes de platt“ hieß es beim Klassentreffen der ehemaligen Röthgener Karlsschüler. Für die 23 Gäste im „Seehaus 53“ am Blausteinsee wurde die Eischwiele Mundart lebendig, für das Motto entschieden sich die Organisatoren Günter Tebeck, Leuni Breuer, Marianne Lenzen und Erich Schröder.

Gemeinsam hatten sie vor 64 Jahren, damals noch aufgeteilt in Jungen- und Mädchenklassen, die Schule verlassen und können bereits auf zehn Klassentreffen zurückblicken.

Als echte Eschweiler wurde getestet, wie gut die Begriffe aus dem Platt noch bekannt waren, ein kleiner Wettbewerb ließ die alte Konkurrenz zwischen Männern und Frauen wieder aufleben. „Mal schauen, wie vertraut alle mit der plattdeutschen Heimatsprache sind“, so Tebeck.

Zudem wurde das Gedicht „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch vorgetragen — selbstverständlich auf Platt, wofür es von Hein Huppertz neu interpretiert wurde. Huppertz hat das wohl ausführlichste Wörterbuch zum Eischwiele Platt erstellt und dafür zahlreiche Geschichten und Gedichte übersetzt, eine willkommene Inspiration für Tebeck und seine Mitstreiter. Wer selbst einmal testen will, wie gut er seine Heimatsprache kennt, kann das unter www.eischwieleplatt.de tun.

Tebeck und seine Mitstreiter, die allesamt die Region weiterhin ihre Heimat nennen, ließen den Nachmittag gemütlich ausklingen. Und das nächste Klassentreffen kommt bestimmt.

(cheb)