Eschweiler: Die Ehefrau vergewaltigt: 32-Jähriger muss zahlen

Eschweiler: Die Ehefrau vergewaltigt: 32-Jähriger muss zahlen

Thomas E. hat Glück gehabt. Mit einer zweijährigen Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, kam er glimpflich bei der 9. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht davon.

Ihm waren schwere Delikte vorgeworfen worden: Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung der Ehefrau klagte die Staatsanwaltschaft in 15 Fällen an.

Das Gericht kam nun zu der Überzeugung, dass es in 13 Fällen auch so war, wie die Anklage es vortrug.

In einem Fall hat der 32-jährige Eschweiler am 6. Februar 2008 gegen 19 Uhr nach einer verbalen Auseinandersetzung in der gemeinsamen Wohnung mit Gewalt sexuelle Handlungen der Ehefrau erzwungen.

Zunächst habe er seine Opfer mit einem Klebeband an einen „Pranger aus Holz” gefesselt, dann drang er mit einem Gegenstand in sie ein. Unter Drohungen verlangte er zunächst Oralsex und vergewaltigte sie anschließend.

Das Aachener Gericht sah noch knapp die Möglichkeit zu einer Bewährungsstrafe, verhängte aber eine im Rahmen eines „Täter-Opfer-Ausgleichs” ausgehandelte Geldbuße. Danach muss der verurteilte Täter einmalig 4000 Euro zahlen.

Hinzu kommen in seiner dreijährigen Bewährungszeit pro Monat 50 Euro, die an das Opfer zu entrichten sind.