Eschweiler: Die Älteren rücken ins Blickfeld

Eschweiler : Die Älteren rücken ins Blickfeld

Mit Blick auf das Faltblatt staunt der Beobachter nicht schlecht: 27 Veranstaltungen (einige davon mehrmals) an sechs Tagen. Die erste Woche der Senioren in Eschweiler, die von Montag, 31. März, bis Samstag, 4. April, läuft, ist prall gefüllt. „Gerade die Senioren sind die Generation der Zukunft”, betont Bürgermeister Rudi Bertram.

Von Vorträgen zur Vorsorgevollmacht und zum Krankheitsbild Demenz bis zur abschließenden „Senioren-Messe” mit zahlreichen Ausstellern im Rathaus - der Seniorenbeauftragte der Stadt Eschweiler, Winfried Effenberg, hat einiges auf die Beine gestellt.

Mit Winfried Effenberg hat Bürgermeister Rudi Bertram seit dem 1. September 2008 einen offiziell Beauftragten zur Seite, der sich selbst als „Sprachrohr der Senioren” sieht.

Effenberg ist aber nicht nur Sprachrohr, sondern auch ein aufmerksamer Zuhörer. „In vielen Gesprächen mit unseren älteren Mitbürgern habe ich ihre Anregungen und Nöte aufgenommen. Insofern soll die Woche der Senioren kompakt Themen aufgreifen, die die ältere Generation selbst bestimmt hat”, erklärt der erste Seniorenbeauftragte im Kreis Aachen die Auswahl an Veranstaltungen für die sechs Aktionstage. Und hier standen nun einmal Gesundheit/Krankheit, Pflege, Demenz und Sicherheit im Haus im Vordergrund.

Sowohl Effenberg als auch der Verwaltungschef weisen darauf hin, dass es bereits zahlreiche Angebote für ältere Menschen in der Indestadt gebe. „Die Woche der Senioren soll dazu beitragen, die Aktivitäten, die es in Eschweiler gibt, zu konzentrieren”, hofft Rudi Bertram zusätzlich darauf, dass nicht nur die offenkundig angesprochene Zielgruppe auf das Angebot anspringt. „Wir würden gerne Jung und Alt einladen”, möchte Bertram Gäste aller Altersklassen begrüßen.

Dazu liegen bereits seit einigen Tagen über 2000 Informationsbroschüren aus, unter anderem im Rathaus, im Krankenhaus und in den verschiedenen Senioreneinrichtungen.

Dass es trotz leerer Haushaltskassen überhaupt möglich ist, solch eine umfangreiche Aktionswoche auf die Beine zu stellen, da bedarf es vieler Partner, die, wie Effenberg ausdrücklich betont, ihre Dienste alle kostenfrei anbieten.

Neben den zahlreichen Vorträgen und Informationsveranstaltungen locken auch zwei Ausstellungen die Besucher an: Im Rahmen des zehnjährigen Bestehens der Kurzeitpflegeeinrichtung am Hospital ist die Wanderaustellung „Ein neuer Blick auf die Pflege” mit Fotos von Julia Baier zu bestaunen. „Die Künstlerin stellt Pflege so dar, wie sie ist. Pflege ist ein gesellschaftliches Thema und darf nicht in der Anonymität verschwinden”, so Effenberg.

Zudem stellen Mitglieder des Malkurses des Senioren- und Betreuungszentrums (SBZ) unter dem Titel „Farbenfrohes Alter” bis zum 31. Mai Bilder aus. „Gerade diese Ausstellung zeigt, dass auch Bewohner von Altenheimen durchaus noch eine Bereicherung für die Gesellschaft sein können”, freut sich Winfried Effenberg über das Engagement der Senioren-Maler. Ebenso hoffen er, Mit-Organisatorin Annette Lemke-Errens und Rudi Bertram, dass die Angebote nun auch von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden.