Kommentar zur Rolle der Städteregion: Den Worten der Kandidaten müssen Taten folgen

Kommentar zur Rolle der Städteregion: Den Worten der Kandidaten müssen Taten folgen

Die Verabschiedung des Haushaltes 2019 am 13. Dezember kommt für den Nachfolger von Helmut Etschenberg ein wenig zu früh. Schließlich scheidet der amtierende Städteregionsrat erst zum Jahresende aus seinem Amt aus.

Doch nach dem Haushalt ist ja vor dem Haushalt. Und deshalb sollten den derzeit häufig zu vernehmenden Worten spätestens im nächsten Frühjahr Taten folgen.

Fast alle Kandidaten haben sich auf die Fahnen geschrieben, den sozialen Wohnungsbau zu intensivieren. Mit den zwei Millionen Euro, die die Städteregion der GWG in diesem Jahr als Eigenkapital zur Verfügung stellt, ist ein erster Schritt gemacht worden. Doch vom 100-Wohnungen-Programm, das die Politik Ende 2017 beschlossen hat, ist die Städteregion noch weit entfernt. Nicht einmal die Hälfte der Vorgabe kann mit der aktuellen Finanzausstattung umgesetzt werden. Und selbst wenn es am Ende irgendwann doch einmal 100 Wohnungen sein werden, sind diese immer noch mit dem berühmten Tropfen auf den heißen Stein vergleichbar. Um das Armutsrisiko durch Wohnen und Mieten einzudämmen, muss weitaus mehr geschehen und investiert werden. Natürlich steht die Städteregion dabei nicht alleine in der Veranwortung. Aber ihr kommt eine wichtige Rolle zu. Es wird Aufgabe des neuen Städteregionsrates oder der neuen Städteregionsrätin sein, dafür zu sorgen, dass diese Rolle angemessen ausgefüllt wird.

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