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Eschweiler: Dem Eifeler aufs Maul geschaut

Eschweiler : Dem Eifeler aufs Maul geschaut

Eine kurzweilige Einstimmung auf die Festtage bescherten im proppenvollen Talbahnhof die beiden „Eifel-Kabarettisten” Hubert vom Venn und Jupp Hammerschmidt.

Die beiden Bühnenkünstler und Autoren Jupp Hammerschmidt und Hubert vom Venn (mit bürgerlichem Namen: Hubert Franke) gehören zu den beliebtesten Gästen auf der Bühne des Kulturzentrums. Kein anderes Kleinkunst-Gespann war dort so häufig wie „die Zwei aus der Eifel”. Seit Eröffnung im Winter 1994 halten Jupp Hammerschmidt und Hubert vom Venn dem Talbahnhof die Treue. Auch im Förderverein, dessen Sommerfest sie im vergangenen Jahr moderierten, sind die beiden Mitglied.

Nun gastierten sie mit mit einem „Weihnachts-Special”. Titel: „In diesem Sinne - Frohes Fest”. Ganz neu ist dieses Programm nicht, im Talbahnhof gastierten Hammerschmidt und von Venn bereits im letzten Jahr damit. Thema des zweistündigen „Weihnachts-Kabarett” ist die Vorweihnachtszeit in der Eifel. Martinsumzüge, Nikolausfeiern, Weihnachtsmärkte und anderes mehr werden satirisch betrachtet und mit Selbstironie geschildert.

Wie in ihren letzten Programmen auch spielen die beiden Komiker einen SPD-Bürgermeister (Hammerschmidt) und dessen Gegenspieler, einen katholischen Dorfpfarrer (vom Venn), in einem Eifeldorf, in Anlehung in die Geschichten Giovanni Guareschis um „Don Camillo und Peppone”.

Diesem zwar nicht ganz so originellen, aber umso wirksameren Humor-Konzept verdanken sich Sprüche wie „Liebe Deinen Nächsten, auch wenn es ein Sozialdemokrat ist”. Ansonsten liefert die „Don Camillo und Peppone”-Vorlage Aufhänger für witzige Szenen und Monologe.

Mit viel Liebe zum Detail, gewagten Kostümierungen und spitzer Zunge nehmen Jupp Hammerschmidt und Hubert vom Venn den Eifel-Menschen daheim und in freier Wildbahn und insbesondere sein Verhalten zur Weihnachtszeit unter die Lupe. Da erfährt man dann zum Beispiel, dass in allen anderen touristischen Gebieten von „Gästezimmern” die Rede sei, „nur in der Eifel sagt man Fremdenzimmer!” Und was fehlt auf den Weihnachtsmärkten nicht nur in der Eifel? Klar doch: „Der Weihnachtsprinz und das Adventsmariechen!”