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Dank an Ehrenamtler: Das Senioren- und Betreuungszentrum bedankt sich für Engagement

Dank an Ehrenamtler : Das Senioren- und Betreuungszentrum bedankt sich für Engagement

In Österreich sagt man statt einem Danke „Vergelt’s Gott“. Man wünscht sich für den Schenkenden, dass Gott es vergüten möchte — so viel ist das Geschenkte wert. Das Senioren- und Betreuungszentrum (SBZ) unter Leitung von Bernhard Müller bedankte sich mit seinem Team bei seinen Ehrenamtlern vielleicht gerade deshalb mit einem österreichischen Abend.

Mehr als 40 Ehrenamtler von den derzeit 59 fleißigen Helfern waren der Einladung in die Johanna-Neuman-Straße gefolgt. Dass man die Feier, die einmal im Jahr stattfindet erneut im SBZ selbst ausrichtete, kam bei allen Gästen gut an, schließlich fühlt man sich ja dort fast wie zu Hause.

Unermüdlicher Einsatz

Musik kam diesmal vom Zitherspieler Conny Kyrion, der bereits zu Beginn auf den Abend hervorragend einstimmte. Das Küchenteam hatte ein österreichisches Dinner zusammengestellt, das keine Wünsche offenließ und wieder eine Bestätigung mehr war, diese Feier weiterhin an der Johanna-Neuman-Straße stattfinden zu lassen. Während des Abends bedankte sich Bernhard Müller bei allen Ehrenamtlern für ihren unermüdlichen Einsatz, der in vielen Bereichen des Hauses die Arbeit der Mitarbeiter unterstützt.

Er betonte die Wichtigkeit dieser Arbeit ohne die vieles nicht machbar wäre. Als weitere Wertschätzung hat er neben der gemütlichen Zusammenkunft die Ehrung von „runden“ Jubiläen vor einigen Jahren ins Leben gerufen.

So standen auch in diesem Jahr wieder mehrere Ehrenamtler besonders im Fokus des Heimleiters. Aus dem Kreis des Hospizdienstes, der bereits seit 17 Jahren im SBZ ehrenamtlich tätig ist, wurde Ria Plum für fünf Jahre Zugehörigkeit geehrt. Müller zeigte sich erfreut, dass auch in Gruppen, die sich schon längere Zeit im SBZ ehrenamtlich engagieren, ein Einstieg für weitere Ehrenamtler möglich sei.

Er bedankte sich bei Ria Plum und bemerkte, dass die Hospizarbeit eine sehr schwere Aufgabe sei und in der Seniorenbetreuung sehr viel zum positiven bewirkt habe.

Für 20 Jahre Ehrenamt wurden die Eheleute Renate und Horst Kraft geehrt. Die ehrenamtliche Tätigkeit von Renate Kraft fing ganz im kleinen, mit Kaffeenachmittagen bei ihrer Mutter im SBZ an. Es gesellten sich immer mehr Senioren dazu, die Kaffeenachmittage wurden schließlich in den Saal verlegt. Heute zählen fast immer 60 Senioren zu der Gruppe, die sogar eine Namensgebung von Renate Kraft erhalten hat: „Fidele Senioren“. Die Mottonachmittage stellt sie selbst zusammen, backt Kuchen und organisiert so manches für „ihre“ Fidelen Senioren. Das ganze Jahr über kommen so viele Veranstaltungen zusammen.

Dass hinter einer starken Frau manchmal auch ein starker Mann steht, beweist Ehepartner Horst, der die Aktivitäten seiner Frau unterstützt und eine große Hilfe bei der Organisation und auch während den Nachmittagen ist. Leider waren drei Ehrenamtler mit „runden“ Jubiläen am Abend nicht mit dabei: Peter Goerres ist der „Mann am Klavier“ und seit fünf Jahren für den guten Ton zu St. Martin, Nikolaus oder auch anderen Feiern zuständig. Ein Anruf genügt und er ist zur Stelle.

Ebenfalls fünf Jahre begleitet Rena Todzey-Niesen einige Senioren im SBZ durch den Alltag. Für Senioren, die wenig Besuch bekommen, ist Rena Todzey-Niesen eine große Stütze. Sie besucht, hilft, tröstet und hat immer ein offenes Ohr für ihre Schützlinge.

„Familienunternehmen“

Seit 15 Jahren ehrenamtlich im Einsatz ist Susan Kraft. Als Tochter von Renate und Horst Kraft ist es für sie eine Ehrensache, die Eltern bei ihrem Engagement zu unterstützen. Verwaltungsdirektor Müller sprach hier mit einem Augenzwinkern schon fast von einem „Familienunternehmen“, denn selbst die kleine Enkeltochter ist manchmal bei den Nachmittagen im SBZ mit dabei, sehr zur Freude aller Senioren. Den Kreis des „Dankeschöns“ schloss Müller, indem er betonte, dass ihm alle Ehrenamtler wichtig seien. Als Zeichen der Anerkennung erhielten auch alle anderen Ehrenamtler eine kleine Aufmerksamkeit überreicht.

Mit der Hoffnung, vielleicht im kommenden Jahr neue Gesichter zum Ehrenamtler Abend begrüßen zu können, schloss Müller seine Rede und man widmete sich wieder dem genüsslichen Abendessen.

Das Küchenteam erntete zum Abschluss des Menüs besonderen Applaus von allen Gästen. Sehr emotional war auch der Moment, als Küchenleiter Manfred Hanf sein Team präsentierte. Ende Oktober verabschiedet er sich in den Ruhestand, für ihn also der letzte Ehrenamtler-Abend. Er war stolz auf sein Team und ist überzeugt, dass es die Herausforderungen auch weiterhin schaffen wird.

Wer auch gerne in einem Ehrenamt tätig sein möchte, kann sich gerne bei Diana Reitler vom Sozialen Dienst melden unter Tel.: 02403/7030.