Pro: Das neue Jagdrecht – im Sinne des Naturschutzes?

Pro : Das neue Jagdrecht – im Sinne des Naturschutzes?

Zum ersten freut es mich persönlich, dass politische Versprechungen der damaligen Opposition anlässlich unserer Jäger-Demo mit einer Beteiligung von circa 15.000 Jägern am Düsseldorfer Landtag im März 2015 zur geplanten Gesetzesänderung eingehalten wurden.

Durch das neue Jagdgesetz besteht die Chance, Jäger ohne ideologische Voreingenommenheit angemessen zu respektieren und die Eigenverantwortung ohne politische Bevormundung zu stärken.

Es geht hier um ein modernes, in die Zukunft gerichtetes Jagdgesetz. Wir Jäger leisten viel für Natur und

Gesellschaft - vom geforderten Gesetz zur Erhaltung eines artenreichen Bestandes bis hin zur Biotop-

verbesserung und vielem mehr. Das von uns erlegte Wild wird sachgerecht vermarktet und ist für viele

ein gesundes Stück Fleisch – mehr Bio als Wild geht nicht.

Es kann nicht sein, dass Neozoen wie Waschbär, Marderhund und Prädatoren wie zum Beispiel Fuchs zulasten schützenswerter Bestände wie zum Beispiel Rebhuhn, Kiebitz, um nur einige zu nennen, geschützt werden. Im Hohen Venn wird mit großen finanziellen Mitteln versucht, das Restvorkommen Birkhühner zu retten. Die Rechnung wurde ohne Fuchs und Dachs als Prädatoren gemacht. Man beklagt einen Singvogelrückgang. Solange Elster und Eichelhäher systematisch jede Hecke nach Nestern durchsuchen, ist jede Maßnahme sinnlos.

Wir Jäger verzichten schon seit vielen Jahren freiwillig auf die Jagd gewisser Wildarten, um Bestände zu erhalten – ohne dass politische Fehlentscheidungen dies zunichtemachen. Dass dieses neue Jagdgesetz wieder stärker an der Jagdpraxis orientiert wird, begrüßen alle Jäger.

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