Eschweiler: Das Leben in Eschweiler wird ein klein wenig billiger

Eschweiler: Das Leben in Eschweiler wird ein klein wenig billiger

Im kommenden Jahr will die Stadt ihren Bürgern nicht mehr ganz so tief in die Taschen greifen. Folgt der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch kommender Woche den Vorstellungen der Verwaltung, so werden die Gebühren anno 2018 unterm Strich sinken.

Zum Beispiel bei der Abfallbeseitigung: Hier schlug die Leerung eines 120-Liter-Restmüllbehälters mit Biotonne bisher mit 284,88 Euro zu Buche. Im kommenden Jahr sollen dies 273,53 Euro sein. Bei den Gebühren zur Abwasserbeseitigung sieht es etwas anders aus: Dort steigt der Preis für die Beseitigung von Schmutzwasser aus Frischwasser von 2,33 Euro pro Kubikmeter auf 2,46 Euro — macht für die 160 Kubikmeter einer Vier-Personen-Musterhaushalts 393,60 statt bisher 372,80 Euro.

Deutlich günstiger wird die Beseitigung von Niederschlagswasser. Hier sinkt die Gebühr von 1,50 auf 1,19 Euro je Quadratmeter. Macht bei durchschnittlich 130 Quadratmetern 154,70 statt 195 Euro.

Etwas günstiger wird auch die Straßenreinigung: 2,33 statt 2,41 Euro je laufendem Meter. Bei durchschnittlichen 15 Metern Frontlänge eines Grundstücks kommen da 34,95 statt 36,15 Euro zusammen.

Den Rat verkleinern?

Unverändert bleiben soll die Grundsteuer B. Hier beträgt der Messbetrag für ein Einfamilienhaus 73,98 Euro. Der Multiplikator beträgt weiterhin 520 Prozent, so dass sich die Steuer auf 384,70 Euro summiert.

Alles in allem zahlt der Musterhaushalt im kommenden Jahr 1241,48 Euro. Bisher waren es 1273,53 Euro. Die letzte Stadtratssitzung dieses Jahres beginnt am kommenden Mittwoch bereits um 15 Uhr. Gleich zu Beginn steht ein heikles Thema: Gibt die Stadt ihr Okay zur von der Bahn betriebenen Schließung des Bahnübergangs Jägerspfad?

Während seitens der Bahn unterstrichen wird, der barrierefreie Ausbau des Eschweiler Hauptbahnhofs, der auch Voraussetzung für den Halt des neuen Regionalexpress sei, werde sich aus planungsrechtlichen Gründen um Jahre verzögern, wenn der Übergang offen bleibe, sieht die Stadt ein heilloses Verkehrschaos auf sich zukommen, wenn zusätzliche 6000 Fahrzeuge täglich das Nadelöhr des Bahntunnels am Sticher Berg passieren müssten.

Eine Aufweitung der Durchfahrt ist laut Bahn in weiter Ferne und nicht mit Übergangsschließung und Bahnhofsausbau in Zusammenhang zu sehen. In der Ratssitzung werden Bahnvertreter erneut versuchen, die Stadtverordneten von der Sinnhaftigkeit ihres Tuns und Wollens zu überzeugen.

Nach den Haushaltsreden der Fraktionen und dem Erlass der Haushaltssatzung geht es unter anderem um den Antrag der CDU, in der nächsten Wahlperiode die Zahl der Ratsmitglieder um sechs auf 44 zu verringern.

Zur Debatte stehen auch die Gebührensatzungen, die Bodensanierung und Bebauung der Fläche des ehemaligen Zinkwalzwerks am Patternhof, die Richtlinien der Stadt über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Sports, die künftige Nutzung des Sportheims Nothberg und Bereitstellung von Räumen im ehemaligen Schulgebäude an der Hehlrather Straße für die Offene Ganztagsschule beziehungsweise den Kids-Club.

(rpm)
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