Eschweiler: Das Interesse an Kursen der Volkshochschule wächst

Eschweiler: Das Interesse an Kursen der Volkshochschule wächst

Mehr als 370 Veranstaltungen und 8800 Unterrichtsstunden umfasst das neue Programm der Volkshochschule, das am 22. Juni veröffentlicht wird.

Damit können sich erstmals Menschen vor den Sommerferien ein Bild von dem Angeboten des 2\. Semesters in diesem Jahr machen und sich anmelden. Die Volkshochschule und deren Leiterin Silvia Hannemann wollen auf diesem Weg neue Teilnehmer gewinnen.

Die Zahl der Menschen, die in die Volkshochschule kommen, wächst. Etwa 3300 Personen haben im vergangenen Jahr einen oder mehrere Kurse gebucht. Insgesamt 7500 Anmeldungen lagen vor. Dieser Trend setzte auch bisher in diesem Jahr fort: 650 Neukunden wurden in der Kaiserstraße registriert.

Etwa 1150 Teilnehmer buchten in den vergangenen fünf Semestern mehr als vier Kurse. „Bei den Neukunden sind viele Menschen im Alter von unter 25 Jahren zu finden“, sagt Hannemann. Sie sieht darin ein Indiz, dass die neue Möglichkeit, sich auf der Homepage für einen Kurs anzumelden, Früchte trägt.

Fördermittel

Natürlich übernimmt die Integration der Flüchtlinge eine wichtige Rolle im Programm der VHS. Dies macht sich vor allem bei der Höhe der Fördermittel bemerkbar, die von Bund und Land an die Eschweiler Einrichtung flossen: In diesem Jahr rechnet die Volkshochschule mit finanzieller Unterstützung in Höhe von fast 150\.000 Euro.

Darin ist der Betrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge enthalten. Auch im kommenden Semester werden 22 Sprachen in verschiedenen Kursformaten angeboten. Aktuell läuft noch die Ausstellung „Sprechende Bilder — Eschweiler im Blick“, die noch in dieser Woche Bilder auch von unserer Zeitung im Rathausfoyer präsentiert.

Die Verzahnung der unterschiedlichen Bildungsbereiche wird laut Hannemann in Zukunft in der Volkshochschule eine zunehmende Bedeutung gewinnen. Als Beispiel nennt sie die Beteiligung mit einem „anderen Bildungsträger“ an einer öffentlichen Ausschreibung der Bundesagentur für Arbeit. Das Projekt „Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb“ zielt darauf, Migranten früh und gezielt für den Arbeitsmarkt vorzubereiten. „Die Verzahnung der Programmbereiche stellt eine wesentliche Zukunftsperspektive der Volkshochschule dar“, sagt Silvia Hannemann.

Steigende Nachfrage

War die steigende Nachfrage nach Sprachkursen angesichts der Flüchtlingsströme in den vergangenen Monaten zu erwarten, so überraschte die hohe Teilnehmerzahl in der Gesundheitsbildung. Dabei war es nicht einfach, für alle Kurse passende Räume zu fnden. Vor diesem Hintergrund nennt Hannemann die Entwicklung „bemerkenswert“. Um die Pausen zwischen den Kursen nicht zu groß werden zu lassen, will man die Zahl der Unterrichtsstunden im kommenden Semester hochfahren. Dies sei ein Wunsch von Teilnehmern gewesen.

Am 22\. Juni wissen die Indestädter mehr: Dann gelangt das Programmheft in alle Haushalte. Erstmals besteht dann die Möglichkeit, schon vor dem Beginn der Sommerferien einen Kurs zu buchen.

(pan)
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