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Eschweiler: CDA-Chef besuchte Peter und Paul

Eschweiler : CDA-Chef besuchte Peter und Paul

Hermann-Josef Arentz, CDU-Landtagsabgeordneter und Bundesvorsitzender der CDA, äußerte während seines Besuchs in Eschweiler deutlich sein Befremden über die Jugendpolitik der NRW-Landesregierung.

„Es ist bemerkenswert, dass es sehr häufig ehrenamtlich tätige Menschen trifft, wenn es um Kürzungen geht”, sagte er unter anderem.

Auf Einladung des CDU-Stadtverbands informierte sich der gebürtige Kölner am Beispiel des Jugendheims der Pfarre St. Peter und Paul über die Situation in der Indestadt.

Rund 109.000 Euro betrug der Gesamtetat des Jugendheims im vergangenen Jahr. „Lediglich 6000 Euro, also ein verschwindend geringer Anteil, entfielen auf die eigentliche pädagogische Arbeit”, berichtete Manfred Esser, Rendant der Pfarre.

Die Zuschüsse des Landes sollten nun ursprünglich um rund 7000 Euro gekürzt werden. „Also um mehr als die Summe, die für die pädagogische Arbeit zur Verfügung steht”, kritisierte Kreisvorsitzender Axel Wirtz.

Zwar wird es nun nicht ganz so drastisch, doch statt 15.000 Euro werden nur 11.000 Euro zu Gunsten des Jugendheims St. Peter und Paul von der Düssel an die Inde fließen. „Dies ist der falsche Weg. Fördern statt kürzen muss unser Schlagwort lauten”, so Manfred Esser.

Bürgermeisterkandidat Manfred Gross forderte, die Dinge mit Ehrlichkeit anzugehen. „Große Versprechungen bringen nichts. Die Kürzungen kommen, und wir müssen damit umgehen.” Fraktionsvorsitzender Franz-Josef Dittrich machte deutlich, dass in diesem Jahr 13.000 Euro für die vier Jugendheime freier Träger in Eschweiler fehlen. „Unsere Botschaft kann nur lauten: Bei den Haushaltsberatungen steht die CDU an der Seite der Jugendheime.”

Sehr angetan war Hermann-Josef Arentz von der Arbeit, die vom hauptamtlichen Leiter Frank Berndt und den jugendlichen Ehrenamtlern in St. Peter und Paul geleistet wird. „Unsere Gesellschaft ist auf Einrichtungen dieser Art immer mehr angewiesen. Denn Orientierung finden junge Menschen sicher nicht in der Kneipe.”